Skandal bei Versicherern

Sexreisen auch beim Deutschen Herold

Berlin - Sex-Reisen als Belohnung für erfolgreiche Vertreter waren bei deutschen Versicherungen offenbar weiter verbreitet als bislang bekannt.

Nicht nur bei der Ergo-Versicherung, sondern auch beim Deutschen Herold wurden erfolgreiche Vermittler mit Lustreisen in das Swinger-Hotel „Hedonism 2“ auf Jamaika belohnt. Das bestätigte am Montag die Zurich Gruppe, zu der der Deutsche Herold seit einigen Jahren gehört, der Nachrichtenagentur dapd.

Die „Bild“-Zeitung (Montagausgabe) hatte zuvor berichtet, die 30 erfolgreichsten Vertreter des „Internationalen Finanz-Service“, der für den Deutschen Herold Versicherungen verkaufte, seien im Sommer 1998 in das einschlägig bekannte Hotel eingeladen worden. „Wer wollte, konnte jederzeit und überall Sex haben“, zitierte das Blatt einen Top-Vertreter.

Ein Zurich-Sprecher betonte, das Unternehmen distanziere sich ausdrücklich von derartigen Praktiken und untersuche derzeit, ob es in der Vergangenheit weitere ähnliche Vorfälle gegeben habe. Zur Zeit des nun bekannt gewordenen Vorfalls war der Deutsche Herold allerdings noch im Besitz der Deutschen Bank.

dapd

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