Selbstmordserie bei France Telecom kostet Vizechef den Job

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Eine Selbstmordserie erschüttert den Konzern France Télécom.

Paris - Eine dramatische Selbstmordserie bei France Télécom hat den Verantwortlichen für das schmerzhafte Umstrukturierungsprogramm den Job gekostet.

Vizechef Louis-Pierre Wenes werde durch den früheren Stabschef im Finanzministerium Stéphane Richard ersetzt, teilte der französische Telekommunikationskonzern am Montag mit. Er soll nun das Frankreichgeschäft übernehmen.

Gewerkschaft: Konzernumbau ist schuld

Die Gewerkschaften sehen den 2006 eingeleiteten Konzernumbau mit Zehntausenden Entlassungen und Versetzungen als eine Ursache für die Selbstmordserie. In den vergangenen anderthalb Jahren nahmen sich 24 France-Télécom-Mitarbeiter das Leben. Der letzte war vergangene Woche ein 51-jähriger Familienvater. Als Grund für seine verzweifelte Tat nannte er in einem Abschiedsbrief das Arbeitsklima.

Konzern reagierte auf Druck der Regierung

Erst auf Druck der Regierung reagierte der Konzern mit rund 100.000 Beschäftigten auf die Selbstmorde. So wurden 500 geplante Versetzungen vorerst auf Eis gelegt und die Angestellten aufgerufen, auf depressive Stimmungen oder Anzeichen auf mögliche Selbstmordabsichten ihrer Kollegen zu achten. Arbeitsminister Xavier Darcos entsandte zudem einen Mitarbeiter zur Kontrolle in das frühere Staatsunternehmen.

AP

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