Schwieriges Jahr für Porzellanhersteller

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Porzellan von Kahla.

Selb/Kahla - Nach einem drastischen Umsatzeinbruch vor allem im Export rechnen die deutschen Porzellanhersteller nicht mit einer raschen Erholung ihres Geschäfts.

“Wir werden ein relativ langes Tal durchschreiten müssen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Keramischen Industrie, Peter Frischholz, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Durch die weltweite Wirtschaftskrise seien die Exportmärkte um 20 Prozent eingebrochen. “Der Inlandskonsum ist für uns im Moment eine Stütze.“ Dort sei lediglich ein Minus von etwa 7 Prozent zu verbuchen. Die Branche hoffe nun, dass sich in einigen Ländern die Wirtschaft und damit auch die Kaufkraft schneller erholt, als es in Deutschland und Europa zu erwarten ist. Denn angesichts von Kurzarbeit, wachsenden Arbeitslosenzahlen und absehbar neuen Belastungen für die Bürger werde sich die Kaufkraft im Inland eher abschwächen, erklärte Frischholz.

Das werde Auswirkungen auf den Absatz von Porzellan haben. “2010 wird ein schweres Jahr für uns.“ Auch Thüringens größter Porzellanhersteller, Kahla Porzellan, musste nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Holger Raithel zuletzt Einbußen im Ausland hinnehmen. Dessen ungeachtet habe Kahla im Inland gegen den Branchentrend deutlich zulegen können. Zuletzt seien in dem Werk mit rund 300 Mitarbeitern Sonderschichten gefahren worden. Insgesamt sei aber mit einem Umsatzrückgang zu rechnen.

dpa

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