Schröder will flexible Frauenquote in Unternehmen

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Frauenministern Kristina Schröder will eine Frauenquote in Unternehmen.

Düsseldorf - Familien- und Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) will eine flexible Frauenquote in den Führungsgremien von Unternehmen durchsetzen. Dazu formuliert sie einen Stufenplan.

Dazu will sie in diesem Frühjahr einen Stufenplan präsentieren, wie das “Handelsblatt“ (Freitagausgabe) berichtete. “Kern dieses Stufenplans ist eine gesetzliche Pflicht zur Selbstverpflichtung: Unternehmen werden ab einer gewissen Größe gesetzlich verpflichtet, individuell für sich eine selbst bestimmte Frauenquote festzulegen und zu veröffentlichen, die innerhalb von zwei Jahren erreicht werden soll“, schreibt Schröder in einem Gastbeitrag für die Zeitung.

Das ist Ministerin Kristina Schröder

Kristina Schröder ist ein frisches Gesicht in der Berliner Politikszene. Mit 25 Jahren zog sie 2002 in den Bundestag ein, mit gerade mal 32 wurde sie jetzt Bundesfamilienministerin. Vor ihrer Hochzeit hieß sie Köhler. © dpa
Sie ist damit die jüngste Ministerin im Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel. © AP
Nach dem Rückzug von Franz Josef Jung war sie einer der logischen Kandidaten: Schließlich sollte die mächtige Hessen-CDU am Kabinettstisch vertreten bleiben. Außerdem genießt Schröder in ihrer Partei höchstes Ansehen. Der frühere Generalsekretär Ronald Pofalla zählte sie “zu den großen Nachwuchstalenten in der CDU“. Rechts: Hessens früherer CDU-Ministerpräsident Roland Koch. © dpa
Kristina Schröder stammt aus Wiesbaden, hier kam sie im August 1977 zur Welt, hier ging sie bis 1997 aufs Gymnasium und hier hat sie ihren Wahlkreis. © dpa
Bei der Bundestagswahl setzte sich Schröder klar (mit 40,8 Prozent) gegen die damalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (32,6 Prozent) durch, die das Direktmandat zuvor drei Mal hintereinander gewonnen hatte. © dpa
Außerdem machte sie die Wiesbadener CDU nach 15 Jahren erstmals wieder zur stärksten Partei bei einer Bundestagswahl. © AP
Ihre Zuneigung zur CDU entdeckte sie schon sehr früh: Mit zwölf Jahren habe sie fasziniert vor dem Fernseher gesessen, als die Mauer fiel: “Die anderen Mädchen schwärmten für Pferde, ich für Helmut Kohl“, sagte Köhler kürzlich dem “Handelsblatt“. © AP
Sie habe sich sogar “I like Birne“-Aufkleber auf die Schulmappe geklebt, berichtete sie. Die Zeitung nannte Köhler daraufhin “Kohls Mädchen II“ - in Anlehnung an den Beinahmen der Kanzlerin. © AP
1991 wurde Kristina Köhler Mitglied der Jungen Union, bereits ein Jahr später gelangte sie in den Wiesbadener Kreisvorstand. 2002 wurde sie Mitglied des Landesvorstands der hessischen CDU und Bundestagsmitglied mit dem Fachgebiet “Islam, Integration und Extremismus“. © AP
Für Aufsehen sorgte sie als CDU-Obfrau im BND-Untersuchungsausschuss, der die Rolle des Bundesnachrichtendienstes während des Irak-Krieges untersuchte. © Homepage
Seit Anfang des Jahres ist die Ministerin promovierte Politikwissenschaftlerin, ihr Doktorvater ist der bekannte Politologe Jürgen Falter. © Homepage
Zuvor hatte sie bis 2002 Soziologie, Geschichte, Philosophie und Politik in Mainz studiert und ihr Soziologie-Diplom gemacht. Neben dem Studium arbeitete Köhler als Mitarbeiterin der hessischen Landtagsabgeordneten Birgit Zeimetz-Lorz, als wissenschaftliche Hilfskraft der Universität Mainz und hospitierte bei der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. © Homepage
Aber auch den neusten Medien ist sie verbunden: Kristina Schröder meldet sich regelmäßig über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort, so zum Beispiel am 25. November, als sie schrieb: “Jetzt schnell zum Hauptbahnhof, um den letzten Zug zurück nach Berlin zu bekommen.“ © dpa
Die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen (links, CDU), und die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Kristina Köhler posieren im Wahlkampf am 18. August 2009 in Wiesbaden auf einer Bank. © dpa
Der damalige Bundespräsident Horst Köhler (2.von linksl) überreicht am Montag im Schloss Bellevue in Berlin der neuen Bundesfamilienministerin Kristina Köhler (CDU, links) ihre Ernennungsurkunde. Rechts beobachten Bundeskanzlerin Angela Merkel, die bisherige Familienministerin und neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (2. von rechts) und der bisherige Arbeitsminister Franz Josef Jung (alle CDU) die Szene. © dpa
Die neue Familienministerin Kristina Schröder, links, und ihre Vorgaengerin, die neue Arbeitsministerin Ursula von der Leyen, rechts (beide CDU), unterhalten sich am Montag, 30. November, in Berlin bei einem Fototermin zur Amtsübergabe. © AP
Schröder kommt in Berlin zu einem Fototermin bei der Amtsübernahme in ihrem Ministerium. © AP
Schröder (links) und ihre Vorgängerin von der Leyen am Montagim Familienministerium in Berlin. © dpa
Kristina Schröder bei einer Rede im Bundestag. © Homepage
Im Februar 2010 hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (hieß zuvor mit Nachnamen Köhler) ihren Mann Ole Schröder geheiratet. Ihr Mann ist selbst CDU-Politiker und  parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium. © dpa
Nach der kirchlichen Trauung verlassen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und ihr Mann Ole Schröder (beide CDU) die evangelische Kirche in Wiesbaden-Dotzheim. © dpa
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und ihr Mann Ole kommen zum Bundespresseball im Hotel Intercontinental in Berlin. © dpa
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) und ihr Mann Ole kommen zum Bundespresseball im Hotel Intercontinental in Berlin. © dpa
Kristina Schröder (CDU) betrachtet Eröffnung der Ausstellung "Duckomenta II - Die Enten sind zurück" im brandenburgischen Neuhardenberg (Märkisch-Oderland) im Schloss Neuhardenberg ein verfremdetes Gemälde mit dem Titel "Frühstück im Freien" von Edouard Manente. © dpa
Kristina Schröder kommt einer Pressekonferenz zur Vorstellung des Familienreports 2010 in Berlin. © dpa
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU, l) unterhält sich zu Beginn einer Kabinettssitzung in Berlin mit dem damaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, r) und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). © dpa
Kristina Schröder besucht am im Umweltforum in Berlin die Ausstellung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). © dpa
Die Pumps von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder sind in Karlsruhe auf dem 23. Bundesparteitag der CDU während ihrer Rede neben dem Pult zu sehen. © dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, r) unterhält sich zu Beginn einer Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU, l) und mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU, M). © dpa
Kristina Schröder steht in Köln zwischen Plakatmotiven der Aktion "Bleib entspannt. Mach dich schlau" zur Sexualaufklärung. © dpa
Kristina Schröder spricht bei der Feierstunde anlässlich der Verleihung des Deutschen Engagementpreises in Berlin. © dpa
Kristina Schröder telefoniert im Vorraum der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Reichstag in Berlin. © dpa
Der damalige Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) unterhält sich vor seiner Rede im Reichstag in Berlin mit der Familienministerin. © dpa
Kristina Schröder verfolgt im Umweltforum in Berlin den Bundeskongress des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). © dpa
Kristina Schröder auf der Auftaktveranstaltung zu Aktion "Foul von Rechtsaußen - Sport und Politik verein(t) für Toleranz, Respekt und Menschenwürde". © dpa

Diese Quote gelte sowohl für den Vorstand als auch für den Aufsichtsrat. “Ja zur flexiblen Quote und damit zur Quotenvielfalt ? nein zur Einheitsquote“, umschreibt Schröder den Grundgedanken ihres Stufenplans. Auf Unternehmen, denen es bis zu einem Stichtag im Jahr 2013 gelingt, den durchschnittlichen Frauenanteil in Aufsichtsräten, Vorständen und Geschäftsführungen mithilfe freiwilliger Selbstverpflichtungen zu verdreifachen, soll das neue Gesetz nicht angewendet werden. Auch wenn in Aufsichtsrat und Vorstand bereits eine Quote von 30 Prozent erreicht wurde, entfalle die neue Verpflichtung.

dapd

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