Schlichtung im Bahntarifstreit hat begonnen

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Die Schlichtungsverhandlungen im seit Monaten andauernden Bahntarifstreit haben in Berlin begonnen.

Berlin - Die Schlichtungsverhandlungen im seit Monaten andauernden Bahntarifstreit haben am Freitag in Berlin begonnen. Für die Dauer der Verhandlungen soll es eine Streik-Pause geben.

Der als Schlichter eingesetzte frühere SPD-Fraktionschef Peter Struck sprach von einem “schwierigen Vorhaben“. Grund seien die unterschiedlichen Interessen. Dennoch gebe es “ganz gute Aussichten“. Er wolle die Schlichtung bis Ende Januar beendet haben.

Möglicherweise könne zum Ende auch noch die Gewerkschaft der Lokomotivführer eingebunden werden. Vorerst werde er die Gespräche aber nur mit der aus den Bahngewerkschaften Transnet und GDBA hervorgegangenen Gewerkschaft EVG sowie den Privatbahnen und der Deutschen Bahn führen.

Ein Gewerkschaftssprecher sagte, so lange die Schlichtung andauere, werde es keine Streiks geben. So drei Verhandlungspartner Gewerkschaften, Deutsche Bahn sowie die sechs privaten Verkehrsunternehmen Abellio, Arriva, Benex, Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia hatten sich trotz eines Warnstreiks der Eisenbahner Ende Oktober nicht auf den geforderten Branchentarifvertrag geeinigt.

Nach dem Willen der Privatbahnen wird Struck getrennt mit Gewerkschaften und Deutscher Bahn auf der einen sowie Gewerkschaften und Privatbahnen auf der anderen Seite sprechen. Am Ende der zwei Verfahren soll ein einheitliches Ergebnis stehen. Als Grund für das getrennte Vorgehen nennen die Privatbahnen die unterschiedliche Historie beider Arbeitgeberparteien.

Transnet und die Gewerkschaft GDBA hatten seit Juli beziehungsweise August separat mit Deutscher Bahn und den privaten Bahnunternehmen um die einheitliche Vergütung der Beschäftigten aller deutschen Eisenbahnunternehmen verhandelt. Ziel ist ein Lohnniveau, das heute bereits für 90 Prozent aller Eisenbahner gelte.

dapd

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