Die Fluglinie hat reagiert

Strengere Sicherheitschecks am Flughafen - Ryanair-Chef sorgt für Schlagzeilen

Sorgt immer wieder mit seinen Sprüchen für Aufsehen: Ryanair-Chef Michael O&#39Leary.
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Sorgt immer wieder mit seinen Sprüchen für Aufsehen: Ryanair-Chef Michael O'Leary.

Ryanair-Chef Michael O'Leary steht immer wieder wegen den harten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter der Billigairline in der Kritik. Nun geriet er erneut in die Schlagzeilen.

  • Michael O'Leary ist Chef des Billigfliegers Ryanair
  • Er gab der britischen „Times“ ein Interview, das für Aufsehen sorgt
  • Angeblich habe O‘Leary im Interview strengere Sicherheitschecks für muslimische Männer vorgeschlagen - nun hat eine Unternehmenssprecherin das aber dementiert.

Update vom 24. Februar 2020: Ryanair hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert. „Es gab keinen Aufruf für zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen für einzelne Personen oder Gruppen“, teilte eine Sprecherin der Fluggesellschaft mit. Das hatte ein Artikel der britischen Times, der O‘Leary ein Interview gab, suggeriert. O‘Leary habe sich aber lediglich für effektivere Sicherheitskontrollen an Flughäfen ausgesprochen, die auch zu weniger überflüssigen Warteschlangen für alle Passagiere führen würden. 

Er entschuldigt sich ausdrücklich, sollten sich bestimmte Personen wegen der nicht korrekten Überschrift angegriffen fühlen“, teilte die Ryanair-Sprecherin weiter mit. 

Erstmeldung 22. Februar: Ryanair-Chef sorgt für Aufsehen: Strengere Sicherheitschecks für muslimische Männer?

Dublin - Der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair soll sich dafür ausgesprochen haben, muslimische Männer vor dem Abflug strengeren Sicherheitskontrollen zu unterziehen als andere Passagiere. „Wer sind die Bombenattentäter? Es werden alleinreisende Single-Männer sein“, sagte Michael O'Leary in einem am Samstag veröffentlichten Interview der britischen „Times“. „Man kann ja nichts sagen, weil das als rassistisch gilt, aber es werden generell Männer muslimischen Glaubens sein.“ In Begleitung ihrer Familie seien muslimische Männer hingegen grundsätzlich keine Gefahr, meint der für polarisierende Äußerungen bekannte Firmenboss. Das Risiko, dass sie sich mitsamt ihrer Kinder in die Luft sprengen würden, sei „verfickt nochmal Null“.

Beim sogenannten Profiling, für das sich O'Leary ausspricht, werden Menschen auf Grundlage von Stereotypen und äußerlichen Merkmalen als verdächtig eingestuft und überprüft. So sah sich die Kölner Polizei vergangenes Jahr dem Vorwurf „rassistischen Profilings“ ausgesetzt, nachdem sie mehrere junge Muslime gestoppt und durchsucht hatte - diese waren irrtümlich unter Terrorverdacht geraten, als sie zum Ende des Ramadans mit langen Gewändern in den Kölner Hauptbahnhof gelaufen waren und dabei nach Zeugenaussagen „Allahu Akbar“ gerufen hatten.

Geschäftlich ist Ryanair wieder obenauf und peilt nach einem überraschend guten Weihnachtsgeschäft nun doch einen Milliardengewinn an. Im laufenden Geschäftsjahr bis Ende März dürfte der Überschuss 950 Millionen bis 1,05 Milliarden Euro erreichen. Derzeit rechnet das Management mit einem Ergebnis in der Mitte der Spanne. Zuletzt hatte Ryanair-Chef Michael O'Leary einen Gewinn von 800 bis 900 Millionen Euro in Aussicht gestellt, nachdem das Ergebnis im Vorjahr auf 885 Millionen Euro eingebrochen war.

Ryanair gibt seine Basis am Nürnberger Flughafen auf. Damit fallen 2020 etliche Verbindungen weg. Hintergrund soll das Flugverbot für einen Maschinentyp sein.

Heftiger Sturm am Flughafen München: Crew und Passagiere in einer Maschine im Landeanflug erlebten eine Nervenkitzel-Landung.

dpa

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