Instandhaltung der Netze

RWE-Öko-Tochter Innogy verdient weniger

+
Der Energiekonzern Innogy startete mit einem Gewinnrückgang. Foto: Roland Weihrauch

Seit wenigen Wochen tanzt Innogy auf dem Börsenparkett. Die große Ökostrom-Tochter des RWE-Konzerns nabelt sich langsam von ihrer kleinen Mutter ab. Doch die ersten Geschäftszahlen als börsennotierte Gesellschaft zeigen: Aller Anfang ist schwer.

Essen (dpa) - Die neue RWE-Ökostrom-Tochter Innogy ist mit einem Gewinnrückgang in die Eigenständigkeit gestartet.

Für die ersten neun Monate des Jahres wies der Börsenneuling eine Verringerung des Ergebnisses vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 2,9 Milliarden Euro aus. Finanzvorstand Bernhard Günther sprach dennoch von einem "grundsoliden Zahlenwerk in einem Jahr des kalkulierten Übergangs".

Innogy führte den Ergebnisrückgang vor allem auf höhere Kosten für die Instandhaltung der Energienetze zurück. Zudem hatten im vergangenen Jahr ein positiver Bewertungseffekt bei der slowakischen Tochter und ein Verkaufserlös im Offshore-Geschäft für Sondererträge gesorgt. Der Umsatz ging indes um fünf Prozent auf 31,5 Milliarden Euro zurück.

Unter dem Strich stand Ende September ein Nettoergebnis von 671 Millionen Euro, das bis zum Jahresende auf 1,1 Milliarden Euro ansteigen soll. Eine Vergleichszahl zu diesem Wert hatte Innogy nicht angegeben. Dieser um Sondereffekte bereinigte Wert gilt als wichtige Ziffer für die Dividendenberechnung. Einen Anteil von 70 bis 80 Prozent des Überschusses wolle Innogy an die Aktionäre ausschütten, betonte Günther.

Die RWE-Tochter, in der die Zukunftsgeschäfte um erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb gebündelt wurden, war mit dem Ziel aufgebaut worden, die Herausforderungen des veränderten Energiemarktes zu meistern. Zuvor hatte bereits der Konkurrent Eon die Trennung der Aktivitäten um konventionelle Kraftwerke von den Erneuerbare Energien vollzogen.

"Innogy ist ein Unternehmen mit guter Perspektive", betonte der Finanzchef weiter. Die Tochter ist das Schwergewicht im RWE-Konzern, zwei Drittel aller RWE-Beschäftigte stehen auf ihrer Gehaltsliste, nämlich 40 000. Geführt wird die Gesellschaft von Peter Terium, der bis Anfang Oktober auch den Posten des RWE-Vorstandsvorsitzenden inne hatte. RWE hält noch einen Anteil von rund 76 Prozent an Innogy. Wegen des geringen Streubesitzes ist dem Unternehmen derzeit ein Aufstieg in die oberste Börsenliga Dax verbaut.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Trump und Putin wagen verkrampften Versuch des Neuanfangs

Trump und Putin wagen verkrampften Versuch des Neuanfangs

Flächenbrand in der Lindloge zwischen Diepholz und Vechta

Flächenbrand in der Lindloge zwischen Diepholz und Vechta

Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?

Fahren E-Autos wirklich anders als "normale" Autos?

Scheunenbrand in Sage

Scheunenbrand in Sage

Meistgelesene Artikel

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Drogeriekette mit seltsamem Namen macht dm und Rossmann Konkurrenz

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.