Rettung nach der Mega-Inflation

Die Rentenmark feiert Jubiläum

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Ein Gutschein über fünfhundert Milliarden Mark, ausgegeben von der Bayerischen Staatsbank 1923.

Berlin - Lebensmittel kosteten mehrere Milliarden Mark: In der Weimarer Republik brachte eine verheerende Inflation viele Deutsche um ihre Ersparnisse und stürzte sie in Armut. Die "Rentenmark" war die Rettung.

Die erste deutsche Demokratie, die 1933 mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler scheiterte, war insgesamt eine wirtschaftlich und politisch instabile Zeit.

Deutschland hatte den Ersten Weltkrieg (1914-1918) verloren und musste hohe Reparationszahlungen leisten. Die Regierung brachte immer mehr Geld in Umlauf - 1923 erreichte die Inflation schließlich ihren Höhepunkt. Erst die Einführung der Rentenmark im November desselben Jahres beendete die Entwertung des Geldes. Eine Billion Reichsmark entsprach einer Rentenmark, ein US-Dollar 4,20 Rentenmark.

Der Kurs der neuen Währung blieb wegen der Einschränkung des Geldumlaufs und großer Sparmaßnahmen stabil. Die Wirtschaft normalisierte sich. Die Rentenmark galt aber nur als Übergangslösung und wurde 1924 von der Reichsmark abgelöst.

dpa

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