BMW mit Rekordabsatz - Audi erwartet Schwächung

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BMW und Audi schreiben schwarze Zahlen. Doch die Ingolstädter rechnen mit einem Abschwung in Europa und China.

München/Ingolstadt - Die beiden großen bayerischen Autofirmen Audi und BMW schreiben gute Zahlen. BMW erreicht sogar einen Rekordabsatz. Audi hingegen rechnet mit einer Abschwächung.

BMW hat im ersten Halbjahr einen Rekordabsatz erzielt. Die Auslieferungen stiegen um acht Prozent auf mehr als 900 000 Fahrzeuge. Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte am Freitag in München, auch im Juni habe BMW eine Bestmarke erreicht, mit einem Zuwachs der Verkäufe um vier Prozent. Damit liege der Konzern voll auf Kurs, auch im Gesamtjahr eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen zu erzielen. “In den nächsten Monaten werden wir neue Fahrzeugmodelle auf den Markt bringen, die in der zweiten Geschäftsjahreshälfte für weitere Wachstumsimpulse sorgen“, sagte der BMW-Vorstand.

Audi erwartet Abschwächung in China

Audi rechnet mit einer schwächeren Entwicklung nicht nur in Europa, sondern auch in China. “Wir spüren einen rauen Wind“, sagte Audi-Vorstandschef Rupert Stadler der “Börsen-Zeitung“ (Freitag). Das erste Halbjahr sei zwar noch außerordentlich gut gelaufen. “Aber wir stellen uns darauf ein, dass unsere Wachstumskurve aufgrund der weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr ganz so steil verlaufen wird wie bisher.“

In China habe die VW-Tochter im ersten Halbjahr noch 38 Prozent Wachstum erzielt, aber das könne nicht dauerhaft erreicht werden. Im Juni waren es nur noch 20 Prozent. Derzeit baut der Konzern seine Kapazitäten in der Volksrepublik aus. In Changchun könnten jährlich 300 000 Autos produziert werden - so viele, wie Audi im vergangenen Jahr in ganz China verkauft hat. In Foshan baut Audi laut Stadler ein Werk, in dem ab 2014 eine lokale Version des neuen A3 produziert werden soll.

Starkes Wachstum erwartet der Manager in den USA. Der Absatz soll dieses Jahr von 117 000 auf 140 000 Autos zulegen. “Russland wird einer der großen Automärkte Europas werden“, sagte der Audi-Chef. In Westeuropa dagegen rechne er mit Stagnation oder einem leichten Rückgang des Marktes.

dpa

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