Klage wegen Falschwerbung

Es verleiht keine Flügel: Strafe für Red Bull!

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Red Bull verleiht eben doch keine Flügel. Und deshalb hat ein Amerikaner geklagt.

Salzburg - Weil Red Bull in seinen Werbe-Cartoons behauptet, der Drink verleihe Flügel, muss der Konzern Geld zahlen. Ein Amerikaner hatte Red Bull wegen Falschwerbung verklagt.

Beim ersten Lesen klingt die Klage eines Amerikaners etwas absurd: Er hatte im vergangenen Jahr Red Bull verklagt, weil ihm keine Flügel gewachsen sind - obwohl der Werbecartoon genau das verspricht.

Wie "Bild.de" mit Bezug auf die US-Nachrichtenseite "Consumerist" schreibt, hätte der Mann Red Bull zum Vorwurf gemacht, bei ihm und anderen Kunden mit dem Spruch falsche Hoffnungen geweckt zu haben.

Er würde seit 2002 den Energydrink trinken, hätte aber keine Effekte auf seine Leistungsfähigkeit bemerkt. Andere Kunden schlossen sich ihm an, berichtete "Bild.de". So sei aus der abstrus klingenden Einzelklage eine Sammelklage geworden.

Jetzt hätten sich Red Bull und der Mann auf eine Vergleichszahlung geeinigt: 13 Millionen Dollar, also umgerechnet 10,2 Millionen Euro. Wer zwischen Januar 2002 und dem 3. Oktober 2014 wenigstens eine Dose Red Bull in den USA gekauft hat, kann demnach bis März 2015 eine Entschädigung beantragen: zehn Dollar oder Red Bull-Produkte im Wert von rund 15 Dollar. Mehr als 13 Millionen Dollar würde den österreichischen Konzern diese Aktion allerdings nicht kosten.

Red Bull akzeptierte den Vergleich nach eigenen Angaben, um keine Zeit mit einem kostspieligen Gerichtsverfahren zu vergeuden. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass seine Werbung immer die Tatsachen widergespiegelt habe. Der Vergleich muss noch von dem Gericht bestätigt werden. Ein Termin für eine Anhörung wurde für den 1. Mai 2015 anberaumt.

sah/afp

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