Quelle: Massekredit unter Dach und Fach

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Mit dem Massekredit ist Quelle wieder zahlungsfähig.

Fürth - Der Massekredit und die Wiederaufnahme des Zahlungsverkehrs für das insolvente Versandhaus Quelle sind nach Unternehmensangaben unter Dach und Fach.

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Warten auf den Massekredit

Das teilte das Unternehmen am Freitag in Fürth mit. Der Kredit habe “die letzten formalen und juristischen Hürden genommen“, hieß es in einer Pressemitteilung. Zwischen den beteiligten Banken und der Quelle GmbH habe es ebenfalls eine Einigung über den Wiederanlauf des Factoring-Programms gegeben.

Dies sichere dem Unternehmen eine Grundfinanzierung des Geschäftsbetriebs. “Quelle verfügt jetzt über die notwendige Liquidität, um die Geschäfte zu stabilisieren und fortzuführen“, hieß es.

In den nächsten Wochen solle ein Sanierungskonzept erarbeitet werden.

Geld bei Quelle schon angekommen

“Das erste Geld ist bereits angekommen“, sagte Geschäftsführer Konrad Hilbers am Freitagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur dpa. “Die Summe liegt unter 100 Millionen Euro, aber es ist ein ernstzunehmender Betrag.“ Quelle habe bereits die ersten Zahlungsanweisungen an die Druckereien und für die Auslieferung des Hauptkatalogs gegeben. “In diesen Minuten erfolgt die Freigabe für das Marketing und den Online-Bereich“, sagte Hilbers.

Die Mitarbeiter seien über die Freigabe des Massekredits sehr erleichtert. “Wir haben ein großes Gefühl der Erlösung“, sagte Hilbers. Nun gehe es darum, einen überzeugenden Sanierungsplan zu erarbeiten, der die profitablen Bereiche aufzeige. “Das wird nicht ohne Einschnitte gehen“, sagte der Geschäftsführer. Erste Gedanken dazu gebe es; es sei aber zu früh, um Einzelheiten zu nennen.

Staatsregierung: "Quelle hat jetzt eine Chance"

Die endgültige Zusage des Massekredits für das insolvente Versandhaus Quelle verschafft dem Unternehmen nach Ansicht der bayerischen Regierung die notwendige Luft zum Atmen. “Jetzt hat Quelle eine Chance und kann seinen Geschäftsbetrieb für die kommenden Monate fortführen“, teilten Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) und Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) am Freitag in München mit. “Der Vertrag ist nun endlich freigegeben und von den beteiligten Förderbanken sowie der vorläufigen Insolvenzverwaltung unterzeichnet worden.“

Dadurch könne sich der vorläufige Insolvenzverwalter ein umfassendes Bild der Lage bei Quelle verschaffen und die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens sondieren. “Uns ist bewusst, dass Quelle noch schwierige Hausaufgaben vor sich hat. Jetzt kommt es darauf an, die durch den Massekredit gewonnene Zeit zu nutzen und ein Geschäftsmodell für Quelle zu entwickeln, das dem Unternehmen eine erfolgreiche Zukunft ermöglicht“, hieß es in der Mitteilung.

Bank nimmt wieder Arbeit auf

Nach der Unterzeichnung der Verträge für einen Massekredit für die Arcandor-Tochter Quelle hat die Essener Valovis Bank ihre Zusammenarbeit mit dem Unternehmen offenbar wieder aufgenommen. “Das Factoring hat wieder eingesetzt“, sagte der Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz, am Freitag.

Nach dem Insolvenzantrag am 9. Juni hatte Valovis die Zusammenarbeit mit Quelle aufgekündigt und das sogenannte Factoring gestoppt. Bei diesem Geschäft tritt Quelle seine Kundenforderungen mit einem Abschlag an die Bank ab und wird im Gegenzug von der Bank direkt mit Geld versorgt. Für die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit hatte die Bank zusätzliche Sicherheiten gefordert. Die Valovis-Bank war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

ap/dpa

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