Puma-Chef Zeitz ist der bestbezahlte deutscher Manager

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Verdient in Deutschland am besten: Puma-Chef Jochen Zeitz.

Hamburg - 1,1 Milliarden Euro - das zahlten die größten Unternehmen Europas im vergangenen Jahr ihren Vorständen. Obwohl in Deutschland Spitzenverdiener landet Puma-Chef Zeitz weltweit jedoch nur auf Platz sieben.

Puma-Chef Jochen Zeitz ist einer Studie zufolge der deutsche Manager mit dem höchsten Gehalt. 9,82 Millionen Euro verdiente er im vergangenen Jahr, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung im Auftrag des “Manager Magazins“ hervorgeht - und liegt doch nur auf Platz 7 in Europa. An den einsamen Spitzenreiter, den Chef des Ölriesen Robert Dudley, mit 18,96 Millionen Euro kommt Zeitz nicht heran. Mit dem Ende der Krise seien die Top-Gehälter 2010 stark gestiegen und näherten sich den Rekorden von 2007 an, heißt es in der Studie.

Weitere Spitzenverdiener aus Deutschland sind demnach VW-Lenker Martin Winterkorn mit 9,33 Millionen Euro auf Platz 9, Springer-Chef Mathias Döpfner mit 8,95 Millionen Euro auf Platz 11 und Siemens-Boss Peter Löscher mit 8,91 Millionen Euro auf Platz 12. Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, liegt mit 8,84 Millionen Euro auf Platz 14. Dieter Zetsche, die Nummer eins des Daimler-Konzerns, rangiert mit 8,69 Millionen Euro auf Platz 15. RWE-Chef Jürgen Großmann folgt auf Rang 16 mit einem Salär von 8,6 Millionen Euro.

Untersucht hat die Gehälter des Jahres 2010 Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität. Demnach zahlten die 50 größten europäischen Aktienunternehmen, die im Stoxx 50 gelistet sind, ihren Vorständen insgesamt über 1,1 Milliarden Euro. Die Vorstände der DAX-Unternehmen kamen auf eine Gesamtvergütung von rund 519 Millionen Euro, die Führungsgremien der MDAX-Unternehmen auf rund 300 Millionen Euro.

Damit seien die Vorstandsgehälter im DAX um 28 Prozent gewachsen. Im Stoxx und im MDAX stiegen die Summen demnach in ähnlichem Umfang. Im Schnitt verdiente der Vorstandschef eines Stoxx-Unternehmens im vergangenen Jahr 6,2 Millionen Euro, im Krisenjahr 2009 waren es 5,6 Millionen Euro gewesen. Die Chefs der DAX-Unternehmen bekamen demnach ein Salär von durchschnittlich 4,58 Millionen - 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Nummer eins eines MDAX-Unternehmens bekam im Schnitt 2,32 Millionen Euro, was einem Anstieg von 36 Prozent binnen eines Jahres entspricht.

dapd

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