Privatbahnen verhandeln nicht mehr gemeinsam mit GDL

+
Die Verhandlungsführerinnen der Privatbahnen, Ulrike Haber-Schilling (Veola Verkehr - re.) beantwortet zusammen mit Ulrike Riedel (BeNEX) am Freitag in Berlin Fragen von Journalisten.

Berlin - Während Bahnkunden unter dem Streik leiden, streiten sich die Lokführer untereinander. Sechs per Tarifkommission zusammengeschlossene Bahnkonkurrenten wollen nicht mehr gemeinsam mit der GDL verhandeln.

Lesen Sie auch:

Lokführer-Streik: Züge fallen reihenweise aus

Grund sei die “Verweigerungsstrategie“ der Gewerkschaft, die am Freitag zum dritten Mal innerhalb von zwei Wochen zu Warnstreiks auch bei den Wettbewerbern der Deutschen Bahn aufgerufen hatte. Die GDL wolle den bereits mit der Gewerkschaft EVG vereinbarten Branchentarifvertrag für den Nahverkehr aushebeln.

“Diesen Weg können und werden die Privatbahnen nicht gehen. Wir werden uns nicht zum Spielball von konkurrierenden Gewerkschaften machen lassen“, sagte Verhandlungsführerin Ulrike Riedel von dem Bahnunternehmen Benex.

Die sechs Anbieter forderten die Gewerkschaft auf, mit den einzelnen Unternehmen Verhandlungen über ausgelaufene Haustarifverträge aufzunehmen.

Deutsche-Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber forderte die GDL am Freitag erneut zum Stopp der Streikmaßnahmen auf. Man habe auf Grundlage der Gewerkschaftsforderungen den abschlussreifen Entwurf eines Lokführer-Rahmentarifvertrags vorgelegt, der alle geforderten Kernelemente enthalte. Die GDL will einheitliche Tarifbedingungen für rund 26 000 Lokführer in der deutschen Bahnbranche durchsetzen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

NRW: 700 Polizisten stürmen Hells-Angels-Wohnungen

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Bild von gewildertem Nashorn ist Wildlife-Foto des Jahres

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Xi Jinping träumt von China als Weltmacht

Steinmeier: RAF-Täter sollen Schweigen brechen

Steinmeier: RAF-Täter sollen Schweigen brechen

Meistgelesene Artikel

Zuckerberg entschuldigt sich für virtuellen Puerto-Rico-Ausflug

Zuckerberg entschuldigt sich für virtuellen Puerto-Rico-Ausflug

Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht

Dämpfer für Aktionäre im Musterverfahren zu VW-Übernahmeschlacht

Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa

Grüne fordern mehr Transparenz bei Prüfung und Zulassung von Glyphosat in Europa

BASF: Von Schäumen aus belastetem Stoff geht keine Gefahr aus

BASF: Von Schäumen aus belastetem Stoff geht keine Gefahr aus

Kommentare