Knapp sieben Prozent

Preise für Häuser und Wohnungen steigen heftig

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Wohnungen in München - hier im Stadtteil Lehel - sind besonders teuer

Berlin - Wer wohnen will muss zahlen: Die Preise für Wohnungen und Häuser sind 2016 so stark gestiegen wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr.

Wohnungen und Häuser in Deutschland sind nach Bankenangaben im vergangenen Jahr durchschnittlich um 6,6 Prozent teurer geworden. Auch für Gewerbeimmobilien gingen die Preise um 6 Prozent nach oben. Das teilte der Verband Deutscher Pfandbriefbanken am Freitag in Berlin mit. Beides sind die stärksten Preissteigerungen seit mindestens einem Jahrzehnt.

Selbst genutzte Eigentumswohnungen besonders teuer

Obwohl mehr gebaut werde, habe sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien nicht entspannt, erklärte Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Hintergrund sind weiterhin das stabile Wachstum der deutschen Wirtschaft und niedrige Zinsen, wie der Verband mitteilte. 

Mit 7,1 Prozent seien besonders selbst genutzte Eigentumswohnungen teurer geworden, Eigenheime lagen bei einem Plus von 6,5 Prozent. Anders als viele Indizes, die auf Angebotspreisen in Inseraten beruhen, bezieht sich der der Verband auf tatsächliche Kaufverträge. Internationale Investoren haben es demnach im Moment besonders auf Bürogebäude abgesehen.

Erst im Sommer hatte eine Studie ergeben, dass nicht nur in großen Städten wie München und Berlin, sondern auch in der Provinz die Preise für Wohneigentum massiv angestiegen sind. Auch die Mietkosten haben nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft in den vergangenen gut sechs Jahren um gut 10 Prozent angezogen. 

dpa/fn

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