Preisauftrieb bei Wohnimmobilien setzt sich fort

Steigende Einkommen und eine extrem günstige Finanzierung lassen die Nachfrage nach Wohnimmobilien weiter wachsen. Foto: Daniel Karmann/Archiv
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Steigende Einkommen und eine extrem günstige Finanzierung lassen die Nachfrage nach Wohnimmobilien weiter wachsen. Foto: Daniel Karmann/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) - Der seit 2010 andauernde Preisauftrieb bei Wohnimmobilien in Deutschland wird sich nach Überzeugung von Experten auch im kommenden Jahr fortsetzen.

«In den deutschen Städten steigen die Immobilienpreise rasant. In ein paar Jahren drohen an den Finanz - und Immobilienmärkten wieder Blasen, deren Platzen große wirtschaftliche Schäden verursachen», warnt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

Ein wichtiger Grund für die Entwicklung sei die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank: Denn einerseits kann Wohneigentum derzeit extrem günstig finanziert werden, andererseits werden Investoren mangels attraktiver Alternativen in Aktien oder eben in Immobilien getrieben.

Die Deutsche Bundesbank hatte kürzlich bestätigt, dass sich der Preisauftrieb auf dem Immobilienmarkt im Jahresverlauf 2015 wieder verstärkt habe. Vizepräsidentin Claudia Buch sagte: «Je länger niedrige Zinsen andauern, umso mehr bestehen für die Marktteilnehmer Anreize, erhöhte Risiken einzugehen.»

Auch Experte Jochen Möbert von der Deutschen Bank erwartet angesichts der hohen Nachfrage vor allem in den Großstädten und den Ballungsgebieten weiter steigende Hauspreise, sollte das Angebot nicht ausgeweitet werden. Der Preisauftrieb könne sich sogar massiv beschleunigen.

Finanzstabilitätsbericht Bundesbank

Bundesbank Monatsbericht 11/15

Diskussionspapier Bundesbank

Mitteilung IVD vom 22.9.2015

Hypothekenvergleich FMH

Mitteilung vdp Preisentwicklung Q3

Kommentar Wohnungsmarkt Deutsche Bank

Analyse Deutsche Bank "Immobilienmarkt Deutschland Q4/2015"

Mitteilung Statistisches Bundesamt "Januar – September 2015: 4,8 % mehr genehmigte Wohnungen"

Europace Hauspreis-Index vom 18.11.15

Analyse Commerzbank vom 30.11.15

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