Ärger um Luxus-Schlitten

Porsche Taycan: Tesla-Fahrer lachen sich über Update für Sportwagen schlapp - „Witz des Tages“

Porsche Taycan: Das erste rein elektrische Modell des Sportwagenherstellers muss für ein Software-Update zurück in die Werkstatt.
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Porsche Taycan: Das erste rein elektrische Modell des Sportwagenherstellers muss für ein Software-Update zurück in die Werkstatt.

Porsche hat vor gut einem halben Jahr mit dem Taycan das erste reine E-Auto auf den Markt gebracht. Doch ausgerechnet der E-Flitzer bringt jetzt Ärger mit der Kundschaft.

  • Porsche hat ein Update für seinen E-Sportwagen Taycan.
  • Statt wie eigentlich vorgesehen per Funk, muss die neue Software in der Werkstatt installiert werden.
  • Die Kundschaft reagiert verstimmt.

München - Beim Einstieg in die Elektromobilität gibt VW richtig Gas*. Auch die VW-Tochter Porsche will es wissen. „Kribbeln für jede einzelne Nervenzelle“, verspricht der Sportwagenbauer aus Stuttgart-Zuffenhausen für seinen seit Ende 2019 verfügbaren Stromer namens Taycan. Der Wagen liefere „pure Emotion und maximalen Fahrspaß“ und sei „mit seinem innovativen Gesamtkonzept für die Zukunft gewappnet“, tönen die Marketing-Strategien auf der Webseite.

Doch zumindest an der Aussage zum „innovativen Gesamtkonzept“ schleichen sich bei der anspruchsvollen Taycan-Kundschaft neuerdings leise Zweifel ein. Auslöser für die ungewohnten Bedenken ist ein Schreiben aus der Konzernzentrale zu einem nötigen Software-Update für den PS-Boliden mit einer Leistung von bis zu 761 PS.

Statt – wie eigentlich vorgesehen – via Funk (Over-the-Air, OTA) müsse die neue Software direkt in der Werkstatt eingespielt werden. Man möge doch bitte „baldmöglichst einen Termin“ mit der Werkstatt vereinbaren, heißt es in einem Schreiben, das ein Taycan-Fahrer auf LinkedIn veröffentlicht hatte. „Over-the-Air-Updates bei Porsche werden in der Werkstatt ausgeführt. Over-the-Workbench sozusagen“, schreibt der Taycan-Fahrer etwas indigniert.

Zur Begründung für die Werkstatt-Aktion bei dem Sportflitzer mit einem Listenpreis ab 103.000 Euro verweist die VW-Tochter auf technische Gründe. „Bei Verbund-Updates wie diesem“, werde eine „so große Datenmenge transferiert, dass ein reibungsloses Update im Porsche Zentrum mit einer Hochgeschwindigkeitsleitung sichergestellt“ werde. Bei der Gelegenheit werde auch gleich noch die Funktion „aller Steuergeräte“ gecheckt, verspricht der Konzern. Bei einem „Technologie-Träger wie dem Taycan“ sei die „Komplexität der Systeme auf einem sehr hohen Niveau“. Daher habe man sich „für dieses Vorgehen entschieden“.

Neben Verbesserungen beim Laden und der Berechnung der Batteriekapazität bringe das Update weitere Optimierungen etwa bei der Bergabfahrt oder im Stop-and-Go-Betrieb, schreibt der Sportwagenbauer.

Porsche Taycan-Panne: Tesla-Fahrer lästern

Bei Tesla-Fahrern sorgt die Meldung zum Update in der Werkstatt für allgemeine Erheiterung. Der Taycan, lästert etwa ein Tesla-Fahrer auf dem Portal Teslamag, sei ein „200.000 Euro teurer Zweitwagen mit absolut rückständiger Technologie“. „Teslas“, erinnert ein anderer Fahrer des US-Autobauers, erhielten ihre „Updates bereits seit 2013 Over-the-Air“. Und ohnehin wäre ihm OTA lieber als HUB – also Hol- und Bring-Updates“.

Und dann kriegt der Sportwagenbauer auch noch wegen der Kundenansprache sein Fett weg. „Porsche“, heißt es auf dem Portal, schicke wirklich „noch Briefe – so richtig mit Kuvert und Marke?“ Das, schreibt ein Tesla-Fanboy, sei „der Witz des Tages“.

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