Geschäft 2015 ausgebaut

Trotz Krise: Porsche schreibt schwarze Zahlen in Russland

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Neufahrzeuge von Porsche stehen auf dem Autoterminal von Bremerhaven zur Verschiffung bereit.

Moskau/Stuttgart - Russlands Automarkt bricht immer weiter ein, doch Luxuswagen laufen noch wie geschmiert. Auch Porsche steigerte 2015 seinen Absatz. Wie wollen die Stuttgarter ihren Kurs in der russischen Krise halten?

Trotz der schweren Krise auf dem russischen Automarkt hat der deutsche Luxushersteller Porsche sein Russland-Geschäft 2015 deutlich ausbauen können.

Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr mit knapp 5300 Fahrzeugen rund 12 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft, sagte Porsches Russland-Chef Thomas Stärtzel der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Damit ist die Stuttgarter Marke eine der wenigen, die im größten Land der Erde derzeit schwarze Zahlen schreibt.

Wegen einer schweren Wirtschaftskrise kaufen die Russen seit 2013 immer weniger Autos. Der Gesamtabsatz brach im vergangenen Jahr Experten zufolge um fast 36 Prozent ein. Auch für 2016 wird keine Trendwende erwartet.

"Im Premium-Markt unterliegen wir ein bisschen weniger den normalen Mechanismen", erklärte Stärtzel den Erfolg in Russland. Ein Grund für die gute Bilanz sei, dass der Konzern in dem Riesenland zuletzt viele neue Käufer gewonnen habe.

Die Neukunden seien vor allem Aufsteiger. "Wir haben heute Kunden, die sich sicherlich vor fünf Jahren keinen Porsche kaufen konnten", sagte Stärtzel. Dazu hätten vor allem neue Finanzierungsprogramme beigetragen: "Früher sind die Leute mit großen Koffern (mit Geld) gekommen. Solche Kunden haben wir heute nicht mehr."

Trotz der positiven Zahlen sieht Porsche die insgesamt schlechte Lage auf dem russischen Markt als Herausforderung. "Kopfschmerzen bereit mir die Krise bislang nicht, aber die Situation verlangt sehr viel Engagement des ganzen Teams", betonte Stärtzel. Es gelte nun, die Neukunden an die Marke zu binden, etwa über spezielle Events und Fahrtrainings.

Russland sei ein sehr wichtiger Markt für Porsche. In den kommenden Jahren wolle er den Absatz verdoppeln, sagte Stärtzel. Ziel sei es, künftig in allen Millionenstädten des Riesenreiches präsent zu sein. Bislang würden 60 Prozent der Autos in der Hauptstadt Moskau verkauft.

dpa

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