Pilotversuch in den USA

Google greift Aldi, Lidl & Co. bei Lebensmitteln an

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Hat der Einkaufswagen bald ausgedient? Google plant einen Großangriff bei der Lieferung von frischen Waren bis an die Haustür.

München - Google pirscht sich weiter ins echte Leben vor: Nach dem Selbstfahr-Auto könnte der Konzern bald den Gang zum Supermarkt überflüssig machen - mit frischer Ware bis an die Haustür.

Brian Elliott, Chef von Google-Express, verriet jetzt dem Nachrichtensender Bloomberg, dass bald ein Pilotversuch in San Francisco und einer weiteren noch geheimen US-Stadt läuft. Noch in diesem Jahr werden dann Kunden Frischware bei Google bestellen können.

Die Idee hatten schon andere: In Deutschland liefern bereits Supermärkte nach Hause, Lebensmittel gibt es auch via Ebay Now. In den Staaten kann man bereits bei Amazon Fresh ordern. Google stößt also in einen Bereich vor, in dem sich die Konkurrenz bereits grob sortiert ist.

Lidl & Co.: Google hat die Macht, den Markt aufzumischen

Doch Google hat die Macht, den Markt aufzumischen. Das Unternehmen hat Milliarden in der Portokasse und verfügt über die entsprechenden Kommunikationswege, die für das schnelle Geschäft mit verderblicher Ware nötig sind: Auf einem Großteil der Smartphones läuft das Google-Betriebssystem Android, viele der potentielle Kunden nutzten den Mail-Dienst Gmail. Auch bei der Spracherkennung ist der Konzern ganz weit vorne. Schnell eine Bestellung ins Handy gesprochen, kurz später könnte es dann schon an der Haustüre klingeln. Für Google eine machbare Aufgabe.

Google will dabei der Überbringer sein und will mit vielen Händlern zusammenarbeiten. "Es ist unser Ansporn - und der Ansporn der Händler - das ganze Supermarktangebot an die Haustüre zu bringen", so Brian Elliott.

Wenn der Pilotversuch beendet ist sollen übrigens nicht nur Privatkunden das Google-Angebot der Nachhause-Lieferungen nutzen können. Der Konzern kündigte auch an die Belieferung von Restaurants übernehmen zu wollen.

mb

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