Papandreou verbreitet Zuversicht

Berlin - Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat sich zuversichtlich gezeigt, die Schuldenkrise zu bewältigen. Griechenland stehe zu seinen Zusagen, sagte er bei seinem Besuch in Deutschland.

“Yes, we can“ (“Ja, wir können“), sagte Papandreou am Dienstag Berlin beim Tag der deutschen Industrie und zitierte damit US-Präsident Barack Obama. Es gebe das Potenzial in Europa, die Krise als Chance zu einem wirklichen Wechsel nutzen.

Er betonte, Griechenland stehe zu seinen Zusagen, um die nächste Milliardenrate von Europäern und Internationalem Währungsfonds zu bekommen. “Ich kann garantieren: Griechenland wird alle Verpflichtungen erfüllen.“

Der griechische Regierungschef übte zugleich Selbstkritik. “Wir sind kein armes Land, wir waren ein schlecht geführtes Land.“ Man sei mitten auf einem “schmerzhaften Weg“. Er rief Investoren zu einem stärkeren Engagement in seinem Land auf, um es für die Zukunft zu rüsten.

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Griechenland habe allein 2010 sein Defizit gewaltig reduziert. Zum Vergleich: Deutschland hätte dafür 125 Milliarden Euro sparen müssen, sagte Papandreou. Er dankte den Euro-Partnern für die Solidarität. “Das gibt uns die Zeit für Veränderungen.“

Der griechische Regierungschef wurde von den Vertretern des Industrieverbandes BDI mit langem Beifall begrüßt. BDI-Chef Hans-Peter Keitel nannte dies ein Zeichen des Dankes und des Respekts für die Anstrengungen Griechenlands, um aus der Schuldenkrise herauszukommen. “Sie stehen nicht allein vor Ihren großen Aufgaben“, sagte Keitel in Richtung des Athener Regierungschefs.

dpa

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