Vom Pech verfolgt

Panne: "Dreamliner" muss am Boden bleiben

+
Das Handout vom 27.12.2012 zeigt eine Boeing 787-9 Dreamliner der Fluggesellschaft Aeromexico.

Tokio - Bei Boeings "Dreamliner" gibt es bereits die nächste Panne. Nachdem der reguläre Betrieb erst am Samstag wieder aufgenommen worden war, fiel bereits am Sonntag wieder ein Flieger aus.

Boeings Vorzeigeflieger „Dreamliner“ scheint vom Pech verfolgt zu sein: Nachdem die japanischen Fluggesellschaften All Nippon Airways und Japan Airlines erst am Samstag den regulären Betrieb wieder aufgenommen hatten, fiel schon am Sonntag einer der Langstreckenflieger erneut aus. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, funktionierte ein Luftdrucksensor nicht richtig. Japan Airlines habe daraufhin entschieden, den 787 „Dreamliner“ durch eine ältere 767 zu ersetzen. Der betroffene Flug von Peking nach Tokio sei mit einer Stunde Verspätung gestartet.

Japan Airlines geht dem Kyodo-Bericht zufolge davon aus, dass eine falsch ausgeführte Reparatur des Batteriesystems durch Boeing zu dem Problem geführt habe. Demnach hätten Techniker beim Umbau versehentlich zwei kleine Löcher in jenem Metallgehäuse zugeklebt, welches aus Sicherheitsgründen nun die Batterie umschließt. Das habe dazu geführt, dass der verbaute Sensor einen unterschiedlichen Luftdruck innerhalb und außerhalb des Gehäuses angezeigt habe. Die Löcher, so hieß es weiter, dienten der Luftzirkulation und sollten vor einer Überhitzung der Batterie schützen.

Die japanischen Gesellschaften gehören zu den Hauptkunden des „Dreamliner“. Sie hatten monatelang auf das neue Flugzeug verzichten müssen, nachdem Mitte Januar ein Flugverbot verhängt worden war. Grund waren ein Feuer und ein Schmorbrand in den Batterien von zwei Jets. Daraufhin hatte Boeing das Batteriedesign überarbeitet und unter anderem ein feuersicheres Metallgehäuse nachgerüstet. Der „Dreamliner“ wird aus leichten Verbundwerkstoffen hergestellt und verbraucht dadurch vergleichsweise wenig Sprit. Er kann deshalb auch lange Strecken fliegen.

dpa

Unfall an Stauende: Lkw-Fahrer tödlich verletzt

Unfall an Stauende: Lkw-Fahrer tödlich verletzt

Wunderschöner Winter: Das sind die besten Leserfotos 

Wunderschöner Winter: Das sind die besten Leserfotos 

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Bericht: Amri war nahezu wöchentlich Thema bei Behörden

Florian Grillitsch: Sein Weg bei Werder

Florian Grillitsch: Sein Weg bei Werder

Meistgelesene Artikel

Kükenschreddern soll durch neue Technik überflüssig werden

Kükenschreddern soll durch neue Technik überflüssig werden

Bombardier: Deutschland bleibt Produktionsstandort

Bombardier: Deutschland bleibt Produktionsstandort

Türkische Lira stürzt auf Rekordtief ab

Türkische Lira stürzt auf Rekordtief ab

Neue Taktik: Verdi will Streiks bei Amazon europaweit abstimmen

Neue Taktik: Verdi will Streiks bei Amazon europaweit abstimmen

Kommentare