Ökoenergie hat erstmals 20-Prozent-Anteil am Strom

Berlin - Dank mehr Windkraft und Solarstrom haben die erneuerbaren Energien erstmals einen Anteil von mehr als 20 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland. Doch das Ziel ist noch weit entfernt.

Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) deckte Strom etwa aus Wind- und Photovoltaikanlagen im ersten Halbjahr mit 57,3 (2010: 50,4) Milliarden Kilowattstunden etwa 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs. Im ersten Halbjahr 2010 waren es noch 18,3 Prozent.

Die Windenergie bleibt mit rund 7,5 (2010: 6,6) Prozent der wichtigste Stromlieferant In diesem Bereich. Es folgt Biomasse mit 5,6 (5,4) Prozent. Die Photovoltaik konnte ihren Beitrag durch einen massiven Zubau von Anlagen und viel Sonne im Frühjahr fast verdoppeln und damit die Wasserkraft laut BDEW erstmals vom dritten Platz verdrängen. Insgesamt lieferten Photovoltaikanlagen 3,5 (2,0) Prozent des Stroms. Wasserkraft lieferte 3,3 (3,6) Prozent. Der Anteil regenerativen Stroms aus Müllkraftwerken sowie sonstigen erneuerbaren Energiequellen betrug unverändert etwa 0,8 Prozent.

Bis 2020 sollen laut Bundesregierung mindestens 35 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Im Zuge der Energiewende halten 94 Prozent der Bürger den Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig oder sehr wichtig. 65 Prozent seien dafür auch bereit, Ökostrom-Anlagen in der Nachbarschaft mitzutragen, ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der Agentur für erneuerbare Energien.

dpa

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