Öffentliche Banken warnen vor Krisenabgabe

München - Der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) warnt vor der kurzfristigen Einführung einer Bankenabgabe. Der Präsident des Verbandes öffentlicher Banken, Christian Brand, rät dazu, erst die Stabilisierung der Lage abzuwarten.

"Man sollte das mit ruhiger Hand angehen und mit einer solchen Maßnahme erst beginnen, wenn eine Stabilisierung eingetreten ist und es den Banken wieder besser geht, etwa ab dem Jahr 2012", sagte VÖB-Präsident Christian Brand dem "Münchner Merkur" (Donnerstagausgabe). Es sei erforderlich, einen solchen Schritt international abzustimmen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Zudem dürfe eine entsprechende Abgabe ausschließlich einem Sicherungsfonds für die Banken zugute kommen. "Es darf keine Sondersteuer entstehen, die in den Bundeshaushalt fließt. Das wäre vollig inakzeptabel", sagte Brand.

Der VÖB-Präsident sprach sich auch gegen radikale Einschnitte in die deutsche Landesbanken-Landschaft aus. "Rein theoretisch könnte man natürlich aus acht Landesbanken eine machen. Aber dieses einzelne Institut würde nicht die Mittel haben, um so viele Kredite zu vergeben wie bisher. Damit würde man der Wirtschaft keinen Gefallen tun", so Brand.

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