Zweifelhafte Investitionen

Was der Nobelpreis mit Atomwaffen zu tun hat

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Nach dem Bekanntwerden der fragwürdigen Investitionen gelobt das Komitee des Nobel-Institutes um Berit Reiss-Andersen (l.) und Olav Njölstad Besserung. 

Die Nobel-Stiftung erzielt Gewinne aus der Beteiligung an Atomwaffen-Firmen. Wie das Komitee auf diese peinliche Enthüllung reagiert, erfahren Sie hier.

Nach für das Nobelpreiskomitee peinlichen Enthüllungen zu Investitionen in Atomwaffen hat die Nobel-Stiftung Besserung gelobt. "Das passt nicht", räumte der Chef des Nobel-Instituts, Olav Njölstad, am Donnerstagabend im norwegischen Radio mit Blick auf die Enthüllungen ein. Die Stiftung sei aber dabei, die Investitionen in Herstellerfirmen von Atomwaffen entsprechend einer im März verabschiedeten Ethikregelung "binnen zwölf Monaten" zurückzufahren. 

Nobel-Institut besitzt Beteiligungen an Atomwaffenbau-Firmen

Zuvor hatten Nichtregierungsorganisationen aufgedeckt, dass die Nobel-Stiftung Fonds von Unternehmen besitzt, die am Atomwaffenbau beteiligt sind. Njölstad bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, dass "weniger als ein Prozent" der Stiftungs-Aktiva betroffen seien. 

Die Enthüllungen bedeuten, dass ein Teil der neun Millionen Kronen (925.000 Euro), mit denen der Nobelpreis dotiert ist, aus der Rendite dieser umstrittenen Investitionen kommen könnte. Besonders peinlich sind die Enthüllungen auch deshalb, weil der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican) geht.

Mit der Auszeichnung hatte das Komitee eine klare politische Botschaft entsandt, weswegen diese Entscheidung vielen Politikern - so auch der Bundesregierung - nicht wirklich gefallen konnte. „Wir leben in einer Welt, in der das Risiko, dass Atomwaffen zum Einsatz kommen, größer ist als lange Zeit“, sagte die Chefin des norwegischen Nobel-Komitees Berit Reiss-Andersen am vergangenen Freitag.

AFP/dpa/pf

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