Neues Regierungsterminal frühestens 2022

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Bauarbeiter gehen in Berlin auf das Terminal des Hauptstadtflughafens zu. Foto: Paul Zinken

Der Weg in die deutsche Hauptstadt wird für Staatsgäste über Jahre durch ein Provisorium führen. Denn der Platz des Regierungsterminals am neuen Flughafen wird zunächst anderweitig gebraucht - für normale Passagiere.

Schönefeld (dpa) - Staatsgäste werden am künftigen Hauptstadtflughafen frühestens 2022 in einem neuen Regierungsterminal empfangen - elf Jahre später als ursprünglich geplant. Das geht aus dem aktuellen Zeitplan der Betreiber hervor.

Sie gehen nach mehreren Verschiebungen von einem Start des Großflughafens im zweiten Halbjahr 2017 aus. "Rund fünf Jahre nach der BER-Inbetriebnahme soll dann der Regierungsflughafen an seinem geplanten Platz seinen Betrieb aufnehmen", teilte die Flughafengesellschaft am Montag in einem Politikbrief mit. Bis dahin braucht das Unternehmen den vorgesehen Standort selbst.

Denn der Protokollbereich soll vor dem bisherigen Schönefelder Flughafengebäude entstehen. Anders als ursprünglich geplant, soll dieses nicht schließen, wenn der neue Airport in Betrieb 2017 geht. "Wir werden den alten Flughafen Schönefeld bis circa fünf Jahre über die BER-Eröffnung hinaus nutzen", hieß es.

Hintergrund ist, dass die Passagierzahlen in Berlin stärker steigen als gedacht. Der neue Hauptstadtflughafen ist mit seiner jährlichen Kapazität von 27 Millionen Passagieren schon jetzt zu klein. Bis der Neubau erweitert ist, soll ein Teil der Fluggäste das benachbarte alte Terminal nutzen.

Für diese Zeit soll es auf dem Schönefelder Gelände einen Interimsstandort für den politisch-parlamentarischen Flugbetrieb geben, der bisher in Tegel untergebracht ist. Der dortige Flughafen schließt nach aktueller Planung spätestens Anfang 2018.

Der Kostenrahmen für den neuen Hauptstadtflughafen liegt bei 5,34 Milliarden Euro. Für Erweiterungen und Kreditzinsen kommen 1,1 Milliarden Euro hinzu, wie die Flughafengesellschaft in ihrem neuen Sachstandsbericht bekräftigt. Einen weiteren Zuschuss der Eigentümer soll es demnach aber nicht geben. "Die weiteren 1,1 Milliarden Euro sollen, so der Stand der Absprachen, durch verbürgte Fremdfinanzierung finanziert werden."

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