Nach Zug-Katastrophe: Bahn-Gesellschaft insolvent

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47 Menschen starben bei dem Zugunglück Anfang Juli in der kanadischen Kleinstadt Lac Megantic.

Montreal - Das schwere Unglück mit einem Tankzug in Kanada forderte mindestens 47 Todesopfer. Nun meldet die Betreibergesellschaft Insolvenz an. Sie will sich nach eigenem Bekunden aber nicht aus der Verantwortung stehlen.

Einen Monat nach dem verheerenden Zugunglück in der kanadischen Kleinstadt Lac-Mégantic hat die verantwortliche Bahngesellschaft Insolvenz angemeldet. Sowohl der US-amerikanische als auch der kanadische Zweig der Montreal, Maine & Atlantic Railway wollen sich damit vor den Forderungen ihrer Gläubiger schützen und den laufenden Betrieb sicherstellen.

„Es wurde offensichtlich, dass die Verpflichtungen beider Unternehmen nun ihre Vermögenswerte übersteigen“, erklärte Verwaltungsratschef Edward Burkhardt am Mittwoch in Montreal. Die zu erwartenden Versicherungsleistungen seien dabei schon einbezogen.

Bei dem Unglück am 6. Juli in der Provinz Quebec war ein führerloser Güterzug mit mehr als 70 Kesseln voll Rohöl ins Zentrum von Lac-Mégantic gerast und explodiert. Mindestens 47 Menschen starben, die Gegend ist ein Trümmerfeld.

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Das Insolvenzverfahren sei „der beste Weg, allen Beteiligten eine faire Behandlung unter diesen tragischen Umständen zusichern zu können“, erklärte Burkhardt. Sein Unternehmen wolle sich auch weiterhin an den Aufräumarbeiten beteiligen.

Die Bahngesellschaft beschäftigt nach eigenen Angaben zurzeit noch 85 Leute. Durch das Unglück hat sie mit erheblichen Einnahmeausfällen zu kämpfen. Die Gesellschaft war 2003 gegründet worden und besitzt an der amerikanischen Ostküste ein Streckennetz von 820 Kilometern. Dort verkehrten nach eigenen Angaben früher täglich 15 Güterzüge.

dpa

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