Illegaler Online-Handelsplatz

Mutmaßlicher Silk-Road-Gründer schuldig gesprochen

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Ein am 11.11.2014 auf einer Pressekonferenz im Landeskriminalamt in Wiesbaden (Hessen) gezeigter Screenshot der illegalen Internet-Handelsplattform "Silk Road 2.0" zeigt eine dort mit Bild zum Kauf angebotene Portion von 14 Gramm Kokain.

New York - Neben Rauschgift konnten Internetnutzer auf Silk Road auch Waffen und gefälschte Ausweise kaufen sowie Auftragsmörder anheuern. Nun wurde der mutmaßliche Silk-Road-Gründer schuldig gesprochen.

Im US-Prozess gegen den mutmaßlichen Drahtzieher des illegalen Online-Handelsplatzes Silk Road ist das Urteil gefallen: Die Geschworenen an einem Bundesgericht in New York befanden Ross William Ulbricht nach Justizangaben am Mittwoch in allen Anklagepunkten für schuldig. Sie sahen es als erwiesen an, dass der 30-Jährige unter dem Pseudonym "Dread Pirate Roberts" den Drogenumschlagplatz im Internet betrieben hat. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Ulbricht droht lebenslange Haft.

Neben Rauschgift konnten Internetnutzer auf Silk Road auch Waffen und gefälschte Ausweise kaufen sowie Auftragsmörder anheuern. Die Bundespolizei FBI und die Drogenbehörde DEA hatten mehr als zweieinhalb Jahre nach "Dread Pirate Roberts" gesucht. Die Ermittlungen waren knifflig, weil die Website über verschlüsselte Internetverbindungen lief und Transaktionen anonym über die Digitalwährung Bitcoin abgewickelt wurden. Silk Road hatte hunderttausende Nutzer rund um die Welt. Im Oktober 2013 nahm das FBI Ulbricht dann in einer Bibliothek in San Francisco fest.

In dem Mitte Januar begonnenen Prozess musste sich Ulbricht unter anderem wegen Drogenhandels, Geldwäsche und Verschwörung zum Computer-Hacking verantworten. Der Angeklagte plädiert auf nicht schuldig, doch die Geschworenen folgten der Staatsanwaltschaft. "Ulbrichts Festnahme und Verurteilung (...) sollten eine klare Botschaft an alle senden, die versuchen, ein kriminelles Unternehmen im Internet zu führen", erklärte Staatsanwalt Preet Bharara. "Die angebliche Anonymität des Dark Web ist kein Schutzschild vor Festnahme und Strafverfolgung."

AFP

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