Millionenklage gegen  Ecclestone und Gribkowsky

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Formel 1-Chef Bernie Ecclestone und Ex-Bayern-LB-Vorstand Gerhard Gribkowsky sollen 171 Millionen Euro zahlen

München – Die Constantin Medien AG hat Formel 1-Chef Ecclestone und den ehemaligen Risikovorstand der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, auf 171 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.

Die Constantin Medien AG hat den Chef der Formel 1, Bernie Ecclestone, und den ehemaligen Risikovorstand der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, auf 171 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Das geht aus der 32-seitigen Klageschrift hervor, die im Juli beim Londoner High Court of Justice eingereicht wurde und die der Münchner Merkur einsehen konnte. Constantin argumentiert, dass die Formel-1-Anteile der BayernLB zu billig verkauft worden seien, weil Ecclestone Gribkowsky bestochen habe. Der tatsächliche Wert der Beteiligung habe bei mindestens 2,8 Milliarden Dollar gelegen, die Landesbank habe aber für nur 814 Millionen Dollar an den Finanzinvestor CVC verkauft. Dadurch sei EM.TV eine vereinbarte Gewinnbeteiligung entgangen, die nun Constantin Medien als Rechtsnachfolgerin einklagt.

Die Formel-1-Beteiligung war der BayernLB nach der Kirch-Pleite zugefallen. Der Kredit an Kirch über mehr als eine Milliarde Dollar für den Kauf der Rennserie war auch mit den Formel-1-Anteilen von EM.TV besichert. Hätte die BayernLB beim Weiterverkauf mehr als 1,057 Milliarden Dollar erzielt, wäre EM.TV am Gewinn beteiligt worden. Laut Klage gab es beim Weiterverkauf an CVC im Jahr 2005 kein aktuelles Wertgutachten. Die Erben von Leo Kirch sind als Großaktionär an Constantin Medien beteiligt. Ein Sprecher der BayernLB sagte, Gutachten externer Wirtschaftsprüfer und der internen Revision hätten ergeben, dass der Verkaufspreis der Formel-1-Anteile angemessen gewesen sei.

Der ehemalige BayernLB-Vorstand Gribkowsky ist der Bestechlichkeit, der Untreue und der Steuerhinterziehung angeklagt, gegen Ecclestone laufen Ermittlungen wegen Beihilfe zur Untreue und Bestechung. Gribkowsky soll Ecclestone und der Formel-1-Holding Bambino 66,4 Millionen Dollar unrechtmäßig zugeschanzt haben, von denen Ecclestone laut Staatsanwaltschaft 44 Millionen Dollar an Gribkowsky als Bestechungsgeld zurücküberwies. Der verkaufte dafür die Rennserien-Anteile an den Finanzinvestor CVC, wovon sich Ecclestone Vorteile erhofft haben soll.

Philipp Vetter

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