Mehr „Blüten“ aus dem Verkehr gezogen

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So viel Falschgeld wie im ersten Halbjahr 2009 war noch nie seit der Euro-Einführung im Umlauf. Vor allem Zwanziger sind betroffen.

Frankfurt - Die Deutsche Bundesbank registrierte im ersten Halbjahr 2009 so viele Euro-Blüten wie noch nie seit der Einführung der Währung. Am liebsten werden Zwanziger gefälscht.

So viele gefälschte Euro-Scheine wie noch nie sind im ersten Halbjahr 2009 aus dem Verkehr gezogen worden. Wie die Europäische Zentralbank am Montag in Frankfurt mitteilte, wurden 413.000 “Blüten“ sichergestellt, das sind etwa 17 Prozent mehr als in den sechs Monaten davor.

Damit wurde ein Höchststand seit Einführung der Euro-Scheine Anfang 2002 erreicht. In Deutschland registrierte die Deutsche Bundesbank im ersten Halbjahr 2009 ebenfalls einen Anstieg von 17 Prozent auf 24.344 Fälschungen. Der dadurch entstandene Schaden ist allerdings rückläufig.

Schadenssumme gesunken

Obwohl mehr gefälschte Scheine sichergestellt wurden, sei die Schadenssumme im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2008 um rund 100.000 Euro auf 1,6 Millionen Euro gesunken, berichtete die Deutsche Bundesbank in Frankfurt. Grund dafür sei unter anderem der deutliche Rückgang bei den 100- und 200-Euro-“Blüten“ und die gleichzeitige Zunahme von gefälschten 20-Euro-Banknoten.

“Deutschland liegt mit rund sechs Fälschungen auf 10 000 Einwohner pro Jahr nach wie vor weit unter dem Durchschnitt des Euro-Raums“, sagte laut Mitteilung Helmut Rittgen, der bei der Bundesbank für den Bereich Bargeld zuständig ist. Die Europäische Zentralbank (EZB) nannte keine Schadenssumme. Im Umlauf waren ihren Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2009 durchschnittlich 12,5 Milliarden echte Euro-Banknoten.

Gefälscht wurden vor allem 20-Euro-Noten, die auf einen Anteil von fast 50 Prozent an dem sichergestellten Falschgeld kamen. Dahinter folgen die 50-Euro-Noten (34 Prozent) und die 100-Euro-Scheine (rund 14 Prozent). Die EZB mahnte zur Wachsamkeit im Umgeld mit Bargeld: “Im Zweifelsfall sollte eine verdächtig aussehende Banknote mit einer Banknote verglichen werden, von der man sicher weiß, dass sie echt ist.“ Bei Verdacht auf Falschgeld sollte die Polizei oder die jeweilige nationale Zentralbank kontaktiert werden.

dpa

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