Nach Urteil des Bundesgerichtshofs

Mehr als 100.000 Bankkunden fordern Gebühren zurück

Berlin/Stuttgart - Mehr als 100.000 Bankkunden verlangen eine Rückzahlung von Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite.

Allein bei den Ombudsleuten der privaten Bankenverbände seien deshalb bis Ende 2014 rund 100.000 Beschwerden eingegangen, sagte ein Sprecher des Bankenverbands BdB in Berlin. Die „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag) hatte vorab darüber berichtet.

Der Bundesgerichtshof hatte in mehreren Urteilen im vergangenen Jahr entschieden, dass Bearbeitungsgebühren für Konsumentenkredite, die zusätzlich zu den Zinsen erhoben werden, unzulässig sind. Die Frist, um Ansprüche geltend zu machen, endete am 31. Dezember 2014.

Wer sich jedoch vor diesem Stichtag bei den Ombudsleuten beschwerte, konnte damit die Verjährung der Ansprüche verhindern, wie der Verbandssprecher erläuterte. Das hätten deshalb viele Betroffene getan. Allein am 29. Dezember seien 30.000 Eingaben gezählt worden. Beim Bundesverband der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken waren es laut „Stuttgarter Zeitung“ bis zum Jahresende 9000 Eingaben.

dpa

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