Flughafen-Debakel: Mehdorn will Schadensersatz-Garantie

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Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn

Berlin - Nach dem Debakel um die verschobene Eröffnung des neuen Berliner Großflughafens fordert Air-Berlin-Chef Hartmut Mehdorn eine Garantie der Flughafengesellschaft für die Übernahme von Schadensersatz.

Der Flughafen sollte Air Berlin „eine Garantieerklärung geben, dass jeder Schaden erstattet wird, den wir glaubhaft belegen“, sagte Mehdorn der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

In der vergangenen Woche hätten Air Berlin und die Flughafen-Leitung sich für ein erstes vertrauliches Sondierungsgespräch getroffen. „Am Ende der Gespräche werden wir nicht akzeptieren, dass unsere Gegenüber uns nur eine Adressenliste aller Lieferanten rüberschieben und sagen, wendet euch bitte an diese Leute“, kündigte Mehdorn an.

Der ehemalige Bahn-Chef kritisierte die Zusammensetzung des Flughafen-Aufsichtsrats unter dem Vorsitz des Berliner Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD). „Der Aufsichtsrat hätte für meinen Geschmack weniger politisch und mehr sachkundig besetzt werden können“, sagte er. Er habe den Eindruck, dass am Flughafen nicht nur Details fehlten, sondern „das Mammutprojekt in seiner Gesamtheit noch nicht bereit war“.

An diesem Sonntag hätte der Flughafen Berlin-Brandenburg eröffnen sollen, stattdessen startet Air Berlin jetzt weiter in Tegel. Neuer Eröffnungstermin für den Großflughafen soll nun der 17. März 2013 sein. Mehdorn stellte klar, das Flughafen-Debakel sei für Air Berlin nicht existenzbedrohend: „Wir stehen keineswegs am Abgrund, auch ein Verkauf steht nicht zur Debatte. Ich bin sicher, dass wir 2013 schwarze Zahlen schreiben werden.“ Dafür fahre er einen rigiden Sparkurs - angefangen bei Keksen für Meetings bis zur Reduzierung der Druckkosten.

dpa

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