Markennamen ändern: Darauf müssen Sie achten

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Einen Markennamen zu ändern, bedeutet für Sie als Unternehmer einen nicht unerheblichen Aufwand. Lesen Sie hier, wie Sie dabei vorgehen.

Von Raider zu Twix – diese Umbenennung einer erfolgreichen Marke ist noch immer in unseren Köpfen präsent. Entscheiden Sie sich als Unternehmer dafür, Ihren Markennamen zu ändern, setzen Sie einen aufwendigen Prozess in Gang. Hier lesen Sie, was Sie dabei beachten sollten.

Markennamen ändern: die Gründe 

In der Regel treffen mehrere Faktoren zusammen, die eine Umbenennung Ihrer Firma oder Marke sinnvoll oder sogar erforderlich macht:

  • Sie fusionieren mit einer anderen Firma oder legen zuvor eigenständige Unternehmensbereiche zusammen,
  • Sie richten Ihr Unternehmen oder Ihre Marke strategisch neu aus,
  • Sie verlieren die Markenrechte – etwa, weil Sie eine ertragsschwache Unternehmenssparte verkaufen und Ihre Produkte unter einem neuen Namen anbieten müssen,
  • Sie v erletzen Markenrechte, da Sie unwissend einen bereits geschützten Markennamen verwenden,
  • Sie bieten ein Produkt an, das in weiteren Ländern unter einem anderen Namen bekannt ist, und wollen Ihr Portfolio vereinheitlichen oder
  • Sie vertreiben ein erfolgreiches Produkt, das viel populärer ist als Ihr Unternehmen, und wollen dessen Strahlkraft auf Ihre Firma übertragen. So firmiert zum Beispiel der Blackberry-Hersteller RIM seit 2003 unter dem Namen seines beliebten Smartphones.

Gerade in der Technik-Branche geschieht es häufiger, dass Unternehmen ihren Markennamen ändern – etwa bei Markenbezeichnungen, die auf veralteten technischen Entwicklungen basieren. Stellen Sie sich zum Beispiel einen Hersteller von Datenträgern wie Schallplatten, CDs oder Blu-rays vor, der sich unter dem Namen „Vinyl for you“ gegründet hat. Mit einem zeitgemäßen Markennamen reagieren Unternehmen auf veränderte Märkte und Verbrauchergewohnheiten.

Markennamen ändern: die wichtigsten Schritte

Für Sie als Unternehmer bedeutet es einen

hohen administrativen und kommunikativen Aufwand

, den Markennamen zu ändern:

  • Sie müssen den neuen Namen bei allen zuständigen Stellen offiziell anmelden – etwa beim Finanz- und Gewerbeamt.
  • Sie müssen Ihre Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner informieren – mit plausiblen Gründen für die Änderung. 
  • Sie müssen unter Umständen den Markenschutz für den neuen Namen beantragen.
  • Sie müssen alle Büro- und Marketingmaterialien mit der neuen Bezeichnung Ihrer Marke oder Firma versehen. Das betrifft unter anderem Arbeitsverträge, Briefpapier, Broschüren oder Visitenkarten.

Ganz wichtig: Kümmern Sie sich rechtzeitig darum, Ihre Kommunikationskanäle zu aktualisieren. Überarbeiten Sie zum Beispiel die Inhalte auf Ihren Social Media-Seiten und legen Sie neue Profile an. Nutzen Sie diese Netzwerke, um frühzeitig auf die Namensänderung aufmerksam zu machen. Erwerben Sie eine Domain für Ihren neuen Markenauftritt und gestalten Sie eine ansprechende Website. Hilfreiche Tipps, wo sie ihre bisherige Domain einfach parken und nebenbei noch etwas Geld verdienen können, gibt es beispielsweise in diesem Ratgeber.

Markennamen ändern: Chancen und Risiken 

Eine tief greifende Änderung wie ein neuer Markenname stellt Sie als Unternehmer vor Herausforderungen. Da die bisher aufgebaute Bekanntheit zu großen Teilen verloren geht, riskieren Sie unter Umständen einen Kundenverlust. Sie müssen erst wieder Vertrauen aufbauen und potenzielle Kunden überzeugen.

Schaffen Sie daher eine Übergangsphase, in der Sie beide Namen simultan nutzen und so Ihre Kunden und Geschäftspartner an den neuen Markenauftritt gewöhnen. Nutzen Sie dazu Ihre Marketing- und Kommunikationskanäle, die Sie ohnehin neu ausrichten müssen.

Ändern Sie Ihren Markennamen, liegt darin auch eine große Chance. Sie können etwa Ihr Image aufbessern oder Ihr Produkt- und Leistungsangebot neu positionieren. Damit erschließen Sie unter Umständen andere Absatzmärkte und sprechen Zielgruppen an, die Sie bisher nicht erreicht haben. Ändern Sie Ihren Markennamen, weil Sie mit einem anderen Unternehmen fusionieren, profitieren Sie von dessen Kundenstamm und seinen guten Ruf.

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