Misshandlung von Mitarbeitern

Aldi Süd: Azubis gefesselt und bedroht

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Bei Aldi sollen Mitarbeiter in einem Warenlager Auszubildende misshandelt haben.

Mahlberg - Bei Aldi sollen Mitarbeiter in einem Warenlager in Baden-Württemberg Auszubildende misshandelt haben. Der Spiegel zitiert einen ehemaligen Aldi-Manager.

Der Discounter bestätigte am Freitag auf Anfrage von dpa die Vorwürfe im Wesentlichen. Demnach wurden missliebige Nachwuchskräfte in einem Zentrallager im baden-württembergischen Mahlberg mit Frischhaltefolie an Pfosten gefesselt und von anderen Mitarbeitern im Gesicht mit Filzstiften beschmiert, wie der „Spiegel“ berichtete.

„Zu unserer Bestürzung hat sich durch interne Recherchen gezeigt, dass das beschriebene Geschehen in seiner Kernaussage der Wahrheit entspricht“, erklärte Aldi. Das Unternehmen habe erst durch eine Anfrage des Magazins von den Vorfällen erfahren und sei darüber „entsetzt“ gewesen, hieß es weiter. Sowohl die leitenden Verantwortlichen, als auch die aktiv an der Tat beteiligten Mitarbeiter seien bereits zur Rechenschaft gezogen worden.

Nach dem Bericht sollen Auszubildende im Zentrallager Mahlberg misshandelt worden sein. Der stellvertretende Bereichsleiter und andere Beschäftigte haben die Azubis gefesselt und mit Filzstiften beschmiert - so der Spiegel in einem vorab veröffentlichten Bericht am Freitag. Der Bericht stützt sich auf die Aussagen eines ehemaligen Aldi-Managers. 

Die Folie sei beim Fesseln derart stark gespannt gewesen, "dass ich kaum mehr atmen konnte", zitiert Der Spiegel einen der betroffenen Auszubildenden. Dabei berief er sich auf eine in Kürze erscheinende Neuauflage des Buches eines ehemaligen Aldi-Managers. Vorgesetzte hätten die Schikane beobachtet und gebilligt. Einige Ausschnitte der Misshandlung seien auch auf Seiten im Online-Netzwerk Facebook veröffentlicht.

Warum die Azubis nichts gesagt haben? Ein Betroffener: "Ich hatte Angst, sofort wieder gekündigt zu werden, da ich noch in der Probezeit war." Den Azubis sei auch angedroht worden bei Fehlverhalten in das Tiefkühlabteil des Zentrallagers gesperrt zu werden. Dort herrschen Temperaturen von minus 20 Grad.

mol/dpa

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