Machtkampf um geschenkten Anteil bei Tönnies

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Tönnies gegen Tönnies: Hinweisschild vor dem Gerichtssal in Bielefeld. Foto: Oliver Krato/Archiv

Bielefeld (dpa) - Das Landgericht Bielefeld beschäftigt sich heute mit der nächsten Runde im Streit um die Führung beim Fleischriesen Tönnies. Dabei geht es um einen 5-Prozent-Anteil an dem Milliarden-Unternehmen.

Robert Tönnies will den Anteil von seinem Onkel Clemens zurück und damit die Mehrheit im Konzern übernehmen. Streitpunkt ist ein zwischen den Familien umstrittenes Versprechen von Firmengründer Bernd Tönnies. Er soll 1994 auf dem Sterbebett seinem jüngeren Bruder Clemens zugesagt haben, nach seinem Tod die Anteile abzugeben. Entsprechende Schenkungen sind vor Jahren vollzogen worden.

Diese will Robert jetzt rückgängig machen. Als Begründung nennt er "groben Undank". Sein Onkel habe ihn öffentlich schlecht geredet, wirtschaftlich übervorteilt und ihm Rechte als Gesellschafter vorenthalten. Clemens Tönnies weist die Vorwürfe zurück.

Im Mai hatte das Landgericht Bielefeld ein im Jahr 2002 vertraglich geregeltes doppeltes Stimmrecht für Clemens Tönnies gekippt, der auch Aufsichtsratschef von Schalke 04 ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Deutschlands größter Fleischkonzern verbuchte 2013 einen Jahresumsatz von 5,6 Milliarden Euro.

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