Arbeitsmarkt

London: Einheimische Arbeitskräfte sollen LKW fahren

LKW am Eurotunnel
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Die Dokumente eines Lastwagenfahrers werden kontrolliert, als der Lkw den Check-in für den Zug durch den Eurotunnel passiert.

Teilweise in die Supermarkt-Regale in Großbritannien leer, weil es nicht genug Arbeitskräfte gibt, die Transporte fahren. Nun appelliert die Regierung an die Firmen.

London - Die britische Regierung hat Unternehmen angesichts eines akuten LKW-Fahrerinnen und -fahrermangels im Land dazu aufgerufen, Einheimische einzustellen anstatt auf Kräfte aus dem Ausland zu setzen.

„Wir wollen sehen, dass Arbeitgeber langfristig in heimische Arbeitskräfte investieren“, teilte das Wirtschaftsministerium in London am Samstag mit. Der Plan sei, Menschen im ganzen Land Umschulungen zu ermöglichen und sie wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Unternehmensverbände hatten zuvor gefordert, die neuen Einwanderungsregeln teilweise zu lockern. Das lehnte die Regierung jedoch ab. Sie forderte die Branche stattdessen auf, attraktivere Arbeitsbedingungen und bessere Löhne anzubieten. Die Knappheit an Lkw-Fahrern macht sich beispielsweise an Lücken im Regal in Supermärkten bemerkbar. Die Fast-Food-Kette Nando's musste Dutzende Filialen schließen, weil nicht genügend Hähnchen verfügbar war. McDonald's gingen Milchshakes und abgefüllte Getränke aus.

Der Branchenverband Road Haulage Association geht von rund 100.000 fehlendenen Fahrenden aus. Das hat auch damit zu tun, dass nach dem Brexit viele Fahrer aus Europa das Land verlassen haben. Nun sind komplizierte und teure Visa-Verfahren notwendig, weshalb kaum neue hinzukommen. Außerdem gehen jeden Monat Tausende Fahrer in Rente und es gibt nicht genug Nachwuchs. Durch die Pandemie sind Zehntausende Fahrprüfungen ausgefallen. dpa

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