Lokführerstreik beendet

Frankfurt/Main - Sechs Stunden lang haben die Lokführer am Donnerstagmorgen gestreikt und im Bahnverkehr für erhebliche Verspätungen gesorgt. Nun ist der Streik beendet.

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Der massive Streik der Lokführergewerkschaft GDL hat den Bahnverkehr in Deutschland am Donnerstag erheblich getroffen. Im morgendlichen Berufsverkehr gab es vor allem bei den S-Bahnen in Berlin, Hannover, München, Frankfurt am Main, Nürnberg, Stuttgart und Rhein-Neckar Behinderungen, wie die Bahn mitteilte. Auch bei Regional- und Fernzügen kam es bundesweit zu Ausfällen und Verspätungen durch den Ausstand, der nach GDL-Angaben um 10.00 Uhr beendet wurde. Noch bis in den Abend müssen Reisende aber mit Störungen rechnen, da Züge erst an die vorgesehenen Stellen im Netz gebracht werden müssen.

Informationen für Fahrgäste

Im Güterverkehr, der bereits seit Mittwochabend lahmgelegt wurde, konnten rund 300 Züge nicht losfahren, wie die Bahn mitteilte. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) kritisierte den Streik. “Es ist besorgniserregend, wie hier eine relativ kleine Gewerkschaft den Nerv einer hochentwickelten Volkswirtschaft trifft“, sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Bayerischen Rundfunk.

Der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky drohte mit einer Verschärfung der Aktionen, mit denen einheitliche Tarifstandards bei allen großen Bahnunternehmen erreicht werden sollen. “Wer uns kennt, weiß, dass wir sehr weit gehen können. Aber das wollen wir eigentlich nicht, denn wir wollen Verhandlungen“, sagte Weselsky in Mannheim. Er sprach von einer sehr guten Streikbeteiligung.

Bahn will Verhandlungen statt Streiks

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber forderte von der GDL, auf die “vielfältigen, schriftlichen und mündlichen Angebote“ des Unternehmens einzugehen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. “Wir sind davon überzeugt, dass man eine so komplexe Materie nicht per Streik und per Diktat durchsetzen kann“, sagte Weber am Morgen im ZDF-“Morgenmagazin“.

dpa

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