Experte sicher

Lidl überholt 2016 Discountprimus Aldi

+
Lidl auf dem Vormarsch: Der Discounter wird aller Voraussicht nach 2016 den bisherigen Marktführer Aldi an der Spitze ablösen.

Düsseldorf - Die Discount-Kette Lidl wächst beim Umsatz so stark, dass sie nach Experteneinschätzung spätestens 2016 den bisherigen Primus Aldi überholen dürfte.

Das geht nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" aus einer Prognose des Handelsinformationsdienstes Planet Retail hervor. "Spätestens 2016 löst Lidl den Rivalen Aldi als weltweit größten Discounter ab", sagte Discountexperte Matthias Queck von Planet Retail dem Magazin. Der Experte geht demnach davon aus, dass die globalen Aldi-Umsätze bis 2016 auf 66,8 Milliarden Euro brutto steigen werden. Die von Lidl sollen dann 67,9 Milliarden Euro erreichen.

Gemeinsam mit der Lidl-Schwestermarke Kaufland werde die Unternehmensgruppe von Gründer Dieter Schwarz schon vorher die Metro als größten deutschen Handelskonzern ablösen, heißt es weiter. Wahrscheinlich schon im kommenden Jahr, spätestens aber 2014 werde das der Fall sein, erwartet Queck. Dann sollen die Bruttoumsätze der Schwarz-Gruppe der Planet-Retail-Prognose zufolge 84,2 Milliarden Euro betragen, die von Metro rund 81,3 Milliarden Euro. In den vergangenen Jahren verzeichneten Lidl und Kaufland nach seinen Daten jährliche Wachstumsraten von 8,6 Prozent, die Anzahl der Filialen stieg um rund 6,6 Prozent pro Jahr.

Wie das Magazin schreibt, könnte Lidl frühere Pläne einer Expansion in die Türkei und in die USA wieder aufgreifen. "Märkte jenseits von Europa sind eine Option", teilte das Unternehmen der "Wirtschaftswoche" mit. Konkrete Planungen gäbe es aber noch nicht.

Die Gruppe mit Sitz in Neckarsulm ist in mehr als 20 europäischen Ländern aktiv, betreibt fast 11 000 Filialen und beschäftigt mehr als 300 000 Mitarbeiter.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Einfamilienhaus stürzt ein, Fünfjähriger lebensgefährlich verletzt: Ursache noch unklar

Einfamilienhaus stürzt ein, Fünfjähriger lebensgefährlich verletzt: Ursache noch unklar

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

USA schicken fast 60.000 Flüchtlinge aus Haiti zurück

Neuer, Özil & Co.: Die sieben reichsten deutschen Nationalspieler

Neuer, Özil & Co.: Die sieben reichsten deutschen Nationalspieler

Bundespräsident Steinmeier sucht Ausweg aus der Krise

Bundespräsident Steinmeier sucht Ausweg aus der Krise

Meistgelesene Artikel

US-Staatsanwalt nimmt Google ins Visier

US-Staatsanwalt nimmt Google ins Visier

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Kommentare