Kein Rücktritt

Lettlands Zentralbankchef bestreitet Vorwürfe

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Rimsevics steht seit 2001 an der Spitze der Zentralbank Lettlands. Foto: Warnand/EPA

Riga (dpa) - Lettlands Zentralbankchef Ilmars Rimsevics hat die gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen und will trotz Rücktrittsforderungen im Amt bleiben. 

"Ich habe beschlossen, dass ich nicht zurücktrete, weil ich unschuldig bin", sagte Rimsevics auf einer von ihm einberufenen Pressekonferenz in Riga. "Ich habe von niemandem Bestechungsgelder verlangt oder erhalten".

Vielmehr sei er Ziel einiger Geschäftsbanken geworden, die Lettlands Ruf zerstören wollten, sagte Rimsevics. Er selbst habe Morddrohungen, erhalten, über die er die Sicherheitsbehörden informiert habe. 

Rimsevics war am Wochenende vorübergehend festgenommen worden. Der 52-Jährige soll mindestens 100 000 Euro Bestechungsgeld verlangt und angenommen haben, wie die Anti-Korruptionsbehörde KNAB mitteilte. Nach Zahlung einer Kaution in derselben Höhe kam der dienstälteste  Zentralbankchef der Eurozone am Montagabend vorerst auf freien Fuß. 

Rimsevics steht seit 2001 an der Spitze der Zentralbank. Seit dem Euro-Beitritt Lettlands 2014 gehört er auch dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Ranghohe Politiker des baltischen EU-Landes  forderten Rimsevics zum Rückzug von der Notenbankspitze auf. Die  EZB wollte sich zunächst nicht zu dem Fall äußern.

KNAB zu Ermittlungen

Lettisches Zentralbankgesetz

Biographie Rimsevics

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