Lage am US-Arbeitsmarkt macht Zinserhöhung der Fed unwahrscheinlicher

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Fed-Chefin Janet Yellen hatte erst vergangene Woche eine baldige Leitzinserhöhung angedeutet. Foto: Shawn Thew

Washington (dpa) - Zwiespältige Daten vom US-Arbeitsmarkt: Zwar sank die Arbeitslosenquote auf den tiefsten Stand seit neun Jahren, es wurden aber sehr viel weniger neue Jobs geschaffen als erwartet.

Die Arbeitslosenquote fiel von 5,0 Prozent im Vormonat auf 4,7 Prozent, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit.

Das ist der tiefste Stand seit November 2007. Allerdings schuf die US-Wirtschaft außerhalb der Landwirtschaft nur 38 000 neue Stellen. Gerechnet worden war mit mehr als 150 000.

Diese schlechten Daten machen es unwahrscheinlicher, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer nächsten Sitzung am 15. Juni die Zinsen anhebt. Es ist der schwächste Anstieg der Beschäftigtenzahlen seit mehr als fünf Jahren. Die schlechten Zahlen werden auch im anziehenden Präsidentschaftswahlkampf thematisiert.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte erst vergangene Woche eine baldige Leitzinserhöhung für den Fall angedeutet, dass das Wachstum in den USA weiter anzieht und sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessert.

Die Fed hatte nach der schweren Finanzkrise und Jahren eines Leitzinses nahe der Nulllinie im Dezember 2015 erstmals wieder eine Anhebung vorgenommen. Das Zinsniveau für kurzfristige Anleihen von Banken bewegt sich seitdem in einer Spanne zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Arbeitsmarktbericht des Ministeriums (engl.)

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