Schmiergeld

Korruption bei Odebrecht: Länder in Lateinamerika ermitteln

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Blick auf die Firmenzentrale des brasilianischen Großkonzerns Odebrecht in Sao Paulo. Foto: Sebastiao Moreira

Rio de Janeiro (dpa) - Der Korruptionsskandal um den brasilianischen Großkonzern Odebrecht und seine Petrochemie-Tochter Braskem zieht in Lateinamerika Kreise.

Argentinien, Venezuela, Peru und Kolumbien kündigten am Donnerstag Ermittlungen zur Identifizierung mutmaßlicher Schmiergeldempfänger an.

Nach Informationen des US-Justizministeriums hatten Odebrecht und Braskem auf der ganzen Welt Behördenmitarbeiter geschmiert, um Regierungsaufträge zu erhalten. Der brasilianische Konzern und seine Tochter müssen deswegen mindestens 3,5 Milliarden US-Dollar (3,3 Mrd Euro) Strafe zahlen. Odebrecht und Braskem bekannten sich schuldig.

Andere Staaten wollten zunächst weitere Informationen aus Washington abwarten. Die Regierung in Ecuador erklärte, sie hätten derzeit keine Verträge mit Odebrecht, könnten aber nicht ausschließen, dass es Zahlungen gegeben habe. Odebrecht wurde von Nachfahren deutscher Einwanderer gegründet. Heute hat das Unternehmen rund 181 000 Mitarbeiter und ist in 23 Ländern tätig.

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