Kodak-Aktie auf Rekordtief

Rochester/USA - Zweifel am wirtschaftlichen Überleben von Fotografiepionier Eastman Kodak haben die Aktien des Unternehmens am Mittwoch auf ein Rekordtief gedrückt.

Das „Wall Street Journal“ berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Kodak bereite sich darauf vor, in den kommenden Wochen einen Antrag auf Gläubigerschutz zu stellen, sollte es nicht gelingen, einen Käufer für ein ganzes Bündel an Patenten zu finden.

Seit Juli sucht das 131 Jahre alte Unternehmen einen Käufer für seine rund 1.100 Patente im Zusammenhang mit digitaler Bild-Erstellung, die dem Unternehmen Experten zufolge zwei bis drei Milliarden Dollar (1,5 bis 2,3 Milliarden Euro) einbringen könnten. Kodak-Aktien fielen am Mittwoch um 18 US-Cent oder 28,2 Prozent auf 47 US-Cent, nach Börsenschluss setzte sich der Abwärtstrend fort. Die New Yorker Börse erklärte, wenn der Aktienkurs weitere sechs Monate unter einem Dollar liege, werde Kodak ausgelistet.

Ein Kodak-Sprecher sagte, das Unternehmen gebe zu den Spekulationen keinen Kommentar ab. Im November hatte Kodak für das dritte Quartal einen Verlust von 222 Millionen Dollar (171 Millionen Euro) ausgewiesen - der neunte Quartalsverlust innerhalb von drei Jahren. Die Bargeldreserven seien binnen drei Monaten um zehn Prozent zurückgegangen.

dapd

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