Rekordtief

KfW: Unerwartet starker Rückgang bei Existenzgründungen

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Werbematerial auf der Thüringer Gründerwoche. Foto: Martin Schutt

Frankfurt/Main (dpa) - Die historisch gute Lage auf dem Arbeitsmarkt hat im vergangenen Jahr die Lust der Bundesbürger auf Selbstständigkeit deutlich gedämpft.

Die Zahl der Existenzgründer sank gegenüber dem Jahr zuvor unerwartet stark um 115 000 auf das Rekordtief 557 000, wie die staatliche Förderbank KfW in Frankfurt mitteilte.

"Die sehr gute Konjunktur lud eigentlich zum Gründen ein", sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Angesichts des Booms am Arbeitsmarkt sank aber vor allem das Interesse an Existenzgründungen im Nebenerwerb. Dort gab es einen Rückgang um 101 000 auf 323 000 Gründer.

Ein reguläres Arbeitsverhältnis auch für den Hinzuverdienst zu finden, sei derzeit so einfach wie nie, erläuterte Zeuner. Zugleich kämen diejenigen mit einem Job aufgrund der hohen Arbeitsbelastung nicht dazu, sich im Nebenerwerb selbstständig zu machen.

Positiv wertete Zeuner, dass mehr Menschen als im Jahr zuvor ihre Geschäftsidee umsetzten, mit der sie sich große Chancen auf unternehmerischen Erfolg ausrechneten (plus 8 Prozent). Die sogenannten Chancengründer bringen häufiger Marktneuheiten an den Start. Details des Gründungsmonitors, will die KfW Ende Mai vorstellen. Die Förderbank führt jährlich eine repräsentative Befragung zum Gründungsgeschehen durch.

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