EZB-Bericht

Kartenbetrug verursacht Milliardenschaden

Frankfurt/Main - In Europa wird gut jede hundertste ausgegebene Kredit- oder EC-Karte für Betrügereien genutzt.

Nach einem ersten Bericht der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Kartenbetrug verursachten derartige Delikte im europäischen Zahlungsverkehrsraum Sepa im Jahr 2010 Schäden von 1,26 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Auch von 2007 bis 2010 hätten sich die Schäden langsamer erhöht als die Summe der Transaktionen mit Karten, betonte die EZB.

Den Bericht erstellte die EZB mit Hilfe aller 17 Notenbanken der Eurozone. Er beziffert den Anteil der Kredit- und EC-Karten, die im Sepa-Gebiet für Betrügereien genutzt werden, auf 1,2 Prozent. Im Jahr 2010 entfiel die Hälfte des Schadens auf Betrügereien, bei denen per Mail, Telefon oder Internet mit Kartendaten gezahlt wurde. Ein Drittel der Schäden entstand bei Kartenzahlung an Terminals und ein Sechstel an Geldautomaten.

Zum Zahlungsverkehrsraum Sepa gehören neben den EU-Ländern Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz.

dapd

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