Bier, Wurst, Zucker

Kartellbußen schwemmen Milliarde in Amtskasse

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Wegen verbotener Preisabsprachen hat das Bundeskartellamt Bußgelder in einer Gesamthöhe von rund 338 Millionen Euro gegen 21 Wursthersteller und zahlreiche Führungskräfte der Branche verhängt.

Bonn - Das Bundeskartellamt hat in diesem Jahr nach einem Medienbericht Bußgelder in der Rekordhöhe von über einer Milliarde Euro verhängt.

„Wir haben viele lang laufende Untersuchungen zu Ende gebracht - das Zucker-Kartell, das Bier-Kartell, das Wurst-Kartell“, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt der „Bild am Sonntag“. Hintergrund sei neben einer Aufstockung der Mitarbeiterzahl die sogenannte Kronzeugenregelung. Diese sichert Unternehmen, die als erste ein Kartell aufdecken, Straffreiheit zu.

Vor dem Hintergrund der geplanten Übernahme der Tengelmann-Supermärkte durch Edeka warnte Mundt im Gespräch mit der Zeitung unterdessen vor einer zu starken Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel. „Diese Konzentration ist problematisch. Bei Fusionen müssen wir daher aufpassen, dass die Verbraucher nicht am Ende höhere Preise bezahlen müssen und die Produkthersteller unangemessen unter Druck gesetzt werden“, sagte er. Bereits jetzt seien die Preise in Deutschland im europäischen Vergleich hoch.

Das Bundeskartellamt muss die Anfang des Monats angekündigte Übernahme von 451 bisherigen Filialen von Tengelmann durch den deutschen Marktführer Edeka noch genehmigen. Das Amt hatte jedoch bereits massive Bedenken gegen das Vorhaben signalisiert. Der Chef des Edeka-Konkurrenten Rewe, Alain Caparros, räumte unterdessen in einem Interview mit dem „Focus“ ein, von dem angekündigten Verkauf „überrascht“ worden zu sein.

dpa

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