Fahnder eher pessimistisch

Kampf um Steuereinnahmen in Griechenland

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Athen schuldet demnach seinen eigenen Bürgern und zahlreichen Lieferanten des Staates - etwa den Pharma-Unternehmen - gut 5,5 Milliarden Euro. Foto: Oliver Berg

Athen (dpa) - Mit umfangreichen Kontrollen und Sperrungen von Konten versucht das griechische Finanzministerium, Steuerschulden einzutreiben und Steuerhinterziehung vor allem in den Urlaubszentren des Landes einzudämmen.

Wie die griechische Finanzpresse berichtete, schulden rund 3,8 Millionen griechische Bürger und Unternehmen dem Staat insgesamt 95 Milliarden Euro.

Um einen Teil dieser Verbindlichkeiten einzutreiben, sperren die Steuerfahnder seit Jahresbeginn täglich rund 900 Bankkonten, berichtete die Athener Zeitung "Kathimerini".

Indes scheint die Aussicht auf Erfolg begrenzt. "Große Hoffungen machen wir uns nicht. Wir wären glücklich, wenn wir vier bis fünf Milliarden Euro eintreiben könnten", sagte ein Beamter des Finanzamtes der Deutschen Presse-Agentur. 

Doch auch der Staat hat Zahlungsrückstände, berichtete das griechische Finanzportal capital.gr. Athen schuldet demnach seinen eigenen Bürgern und zahlreichen Lieferanten des Staates - etwa den Pharma-Unternehmen - gut 5,5 Milliarden Euro. Diese doppelt fragwürdige Zahlungsmoral des Staates und der Bürger wirke "wie eine Schlinge um den Hals des Marktes", urteilt das Finanzportal.  

Finanportal capital.gr

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