Trotz Milliarden-Zahlungen

IWF: Zypern benötigt vielleicht mehr Geld

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Eine zypriotische Euro-Münze stehtauf einer EU-Fahne.

Zypern - Obwohl die internationalen Geldgeber bereits zehn Milliarden Euro in das überschuldete Zypern gepumpt haben, benötigt das Land vielleicht bald noch mehr Geld.

Die Lage im hoch verschuldeten Zypern ist laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auch nach dem Hilfsprogramm kritisch. Es sei möglich, dass die Inselrepublik mehr Geld benötige, sollte ihre Konjunktur stärker schrumpfen als erwartet, befindet der IWF in einem am Freitag in Washington vorgelegten Bericht. „Angesichts der ungewissen Auswirkung der Bankenkrise und Haushaltskürzungen auf die ökonomische Aktivität, bleiben die volkswirtschaftlichen Risiken ungewöhnlich hoch.“

Der IWF erwartet in diesem Jahr für Zypern einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 8,7 Prozent, und ein Minus von 3,9 Prozent im kommenden Jahr. Erst 2015 werde vermutlich eine leichte Erholung einsetzen. Die Arbeitslosigkeit steige auf bis zu 16,9 Prozent, der Schuldenstand werde 126 Prozent des BIP erreichen.

Zypern bekommt laut Beschluss der internationalen Geldgeber insgesamt zehn Milliarden Euro, wobei neun Milliarden Euro auf den Euro-Rettungsfonds ESM und eine weitere Milliarde auf den IWF entfallen.

dpa

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