Abfindung

Investor Singer setzt sich gegen neue Stada-Eigner durch

+
Produktion von Kapseln bei der Firma Stada in Bad Vilbel. Foto: Frank Rumpenhorst

Bad Vilbel (dpa) - Der Finanzinvestor Paul Singer hat sich im Streit mit den neuen Eignern des Pharmakonzerns Stada durchgesetzt.

Damit Bain und Cinven auf die Kasse des MDax-Konzerns zugreifen und die rund 5,3 Milliarden Euro schwere Übernahme abschließen können, brauchen sie weitere Stimmrechte. Nun kommen sie der Forderung Singers nach, der eine satte Barabfindung für seine Zustimmung gefordert hatte.

Für den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags wollen sie den verbleibenden Stada-Aktionären, darunter Singer, eine Abfindung von 74,40 Euro je Aktie zahlen, teilten die beiden Finanzinvestoren am Sonntagabend mit. Singer hatte mit seinem Hedgefonds Elliott jüngst diesen Betrag gefordert. Bei ihrer Übernahmeofferte für Stada hatten die neuen Eigner nur 66,25 Euro je Aktie geboten.

Bain und Cinven wollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über den ausstehenden Vertrag abstimmen lassen. Für einen Abschluss brauchen sie dort eine Mehrheit von 75 Prozent. Bain und Cinven hatten sich aber bei der Übernahme von Stada Mitte August erst knapp 64 Prozent der Stimmrechte gesichert. Singer hatte im Wissen darum seinen Anteil an Stada aufgestockt und hielt mit Elliott zuletzt insgesamt mehr als 15 Prozent der Anteile.

Mitteilung Bain und Cinven (englisch)

Das könnte Sie auch interessieren

BVB kriselt weiter: Champions-League-K.o. nach 1:2

BVB kriselt weiter: Champions-League-K.o. nach 1:2

4:1-Sieg: Leipzig überrollt Monaco

4:1-Sieg: Leipzig überrollt Monaco

Simbabwes Präsident Robert Mugabe zurückgetreten

Simbabwes Präsident Robert Mugabe zurückgetreten

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Angespielt: "Star Wars Battlefront II" im Test

Meistgelesene Artikel

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Darauf müssen sich Verbraucher im kommenden Jahr einstellen

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Gibt es bald „Beauty-Waggons“ in Zügen?

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

Flughafen BER: Noch 30 „technische Risiken“ in Fluggastterminal

BER: Noch kein Eröffnungstermin - aber auch der erste Ausbau kriselt schon wieder

BER: Noch kein Eröffnungstermin - aber auch der erste Ausbau kriselt schon wieder

Kommentare