Gesamtwert um 88 Prozent gestiegen

Investitionen in deutsche Start-ups auf Rekordhoch

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Der 3D-Drucker "Bocusini" druckt in den Räumen des Start-Up-Unternehmens "Print2Taste" in Freising (Bayern) das Schloss Neuschwanstein als dreidimensionales Marzipanmodell.

Die Investitionen in deutsche Start-ups sind im vergangenen Jahr auf ein Rekordhoch geklettert. Der Gesamtwert sei um 88 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro gestiegen, erklärte die Beratungsgesellschaft EY am Mittwoch.

Grund für den starken Anstieg seien einige besonders schwere Deals im Umfang von jeweils über hundert Millionen Euro gewesen, die es im Vorjahr nicht gegeben habe.

Start-ups aus Berlin erhielten demnach weiterhin am meisten Geld: Dort hätten 208 Jungunternehmen knapp drei Milliarden Euro bekommen und damit fast dreimal so viel wie im Vorjahr. Damit seien 69 Prozent der bundesweit investierten Summe in Start-ups in der Hauptstadt geflossen. Im Vorjahr lag der Anteil Berlins bei rund der Hälfte aller Investitionen.

Aber auch Hamburger Start-ups erhielten laut EY mit 230 Millionen Euro 80 Prozent mehr als im Vorjahr. In Jungunternehmen in Bayern flossen 407 Millionen Euro - fast ein Viertel weniger als im Vorjahr. Nordrhein-westfälische Start-ups verzeichneten Investitionen in Höhe von 96 Millionen Euro.

Insgesamt legte die Zahl der Finanzierungsrunden dem EY-Barometer zufolge auf ein Rekordniveau zu und zwar um fünf Prozent auf 507. In Regionen wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen sei die Zahl jedoch rückläufig, anders als in Berlin: Die fünf größten Finanzierungsrunden gingen an Start-ups in der Hauptstadt. Der Berliner Essenslieferant Delivery Hero bekam die beiden höchsten Finanzspritzen.

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Peter Lennartz von EY hob positiv hervor, dass auch das Interesse von Großunternehmen an Start-ups steige. Sie zeigten immer mehr Bereitschaft, "mit innovativen Start-ups zusammenzuarbeiten oder sie ganz zu übernehmen", sagte er. Die Beratungsgesellschaft berücksichtigte Unternehmen, deren Gründung höchstens zehn Jahre zurückliegt.

afp

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