Neue Überlebensfrist für Karstadt

Essen - Der Karstadt-Warenhauskonzern hat eine neue Überlebensfrist erhalten. Das Essener Insolvenzgericht vertagte am Freitag die Entscheidung über die Annahme des Insolvenzplans auf den 10. August.

Es seien noch nicht alle Bedingungen erfüllt, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts. Wesentliche Bedingung sei die Wirksamkeit des Kaufvertrages. Hintergrund ist das Ringen von Karstadtkäufer Nicolas Berggruen um Mietminderungen beim Vermieter Highstreet. Ohne Einigung ist der Kaufvertrag unwirksam und das Insolvenzgericht kann den Plan nicht annehmen. Dann droht die Zerschlagung.

Innerhalb des Immobilienfonds Highstreet gibt es Probleme, die Berggruen-Forderungen durchzusetzen. Vor allem die frühere KarstadtQuelle-Bank Valovis, die dem Fonds ein 850 Millionen-Darlehn für den Immobilienkauf gewährt hatte, wehrt sich gegen eine Festschreibung niedrigerer Mieten. Sie müsste dann eine Wertberichtigung in ihrer Bilanz vornehmen. Am 28. Juli will Highstreet nun über die Mietkonditionen entscheiden.

dpa

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