Inlands-Automarkt schwach - Export gebremst

Deutschen Autobauern geht es wieder besser, auch wenn der Inlands-Automarkt schwach ist.

Bad Homburg - Für die deutsche Autoindustrie bleibt das Bild zweigeteilt. Der Inlandsmarkt kränkelt, international steigen die Verkaufszahlen. Aber die Exporte legen nicht mehr ganz so rasant zu.

Die Flaute am deutschen Automarkt hat sich im Juli fortgesetzt. Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30 Prozent auf 237 500 Fahrzeuge, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Importeursverband VDIK am Dienstag mitteilten. Gegen den Trend steigerten Porsche und Mercedes ihre Verkaufszahlen im Inland. Die Exporte der deutschen Autobauer legten weiter zu, jedoch nicht mehr so rasant wie in den vergangenen Monaten. Im Juli stiegen die Ausfuhren um sechs Prozent auf 312 400 Wagen, die Auftragseingänge aus dem Ausland lagen um 14 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn wurden 2,48 Millionen Pkw exportiert, das ist ein Anstieg von 39 Prozent. In den ersten sieben Monaten 2010 wurden bundesweit gut 1,7 Millionen Pkw zugelassen. Das waren 29 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem die staatliche Abwrackprämie den Verkauf kräftig anschob.

Aber auch im Vergleich zu 2008 fällt die Bilanz negativ aus: Damals wurden in den ersten sieben Monaten 1,9 Millionen Fahrzeuge zugelassen. Im Juli lag die Pkw-Produktion in Deutschland laut VDA fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, in dem es aber keine Werksferien gegeben hatte. VDA-Präsident Matthias Wissmann sagte, die robuste Lage auf den internationalen Märkten und eine zum Jahresende zu erwartende Aufhellung auf dem Inlandsmarkt dürften sich positiv auf die Pkw- Fertigung 2010 in Deutschland auswirken. “Dennoch dürfen wir die konjunkturellen Risiken wie zum Beispiel die Entwicklung an den Rohstoff- und Finanzmärkten nicht unterschätzen“, fügte er hinzu. Die Juli-Gewinner bei den Neuzulassungen heißen nach den Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) Porsche und Mercedes mit 14,3 Prozent beziehungsweise 8,1 Prozent Plus im Vergleich zum Vorjahresmonat. Sehr deutliche Einbußen gab es bei Opel (minus 43,5 Prozent), Ford (minus 38,6 Prozent) und VW (minus 33,9 Prozent).

dpa

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