Wenig Änderung zum Vormonat

Inflation bei 1,8 Prozent: Nahrungsmittel und Energie teurer

+
Deutlich mehr als vor einem Jahr mussten Verbraucher für Nahrungsmittel zahlen (plus 3,6 Prozent). Energie verteuerte sich um 2,7 Prozent. Foto: Friso Gentsch

Das Leben in Deutschland ist im vierten Monat in Folge teurer geworden. Vor allem für Nahrungsmittel und Energie müssen Verbraucher tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor.

Wiesbaden - Steigende Preise für Nahrungsmittel und Energie haben die Inflation in Deutschland auch im September angetrieben. Die Verbraucherpreise lagen nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Genauso hoch war die Rate im August des laufenden Jahres. Für Juni 2017 hatten die Wiesbadener Statistiker eine Teuerungsrate von 1,6 Prozent errechnet, für Juli dann 1,7 Prozent.

Im September mussten Verbraucher nach Angaben des Bundesamtes vom Donnerstag unter anderem deutlich mehr für Nahrungsmittel zahlen (plus 3,6 Prozent) als vor Jahresfrist. Energie verteuerte sich um 2,7 Prozent. Von August auf September 2017 erhöhten sich die Verbraucherpreise insgesamt um 0,1 Prozent. Detaillierte Zahlen für September will die Behörde am 13. Oktober veröffentlichen.

Der nach europäischen Standards errechnete Preisindex (HVPI) für Deutschland lag im September wie im August ebenfalls um 1,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Binnen Monatsfrist blieb er voraussichtlich unverändert. Der deutsche HVPI fließt in die Berechnung der Inflationsrate für den gesamten Euroraum ein, an der die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Die EZB strebt mittelfristig für die 19 Staaten mit der Gemeinschaftswährung ein stabiles Preisniveau bei einer Teuerung knapp unter 2,0 Prozent an. Weil die Währungshüter dieses Ziel seit Jahren verfehlen, versuchen sie mit viel billigem Geld nachzuhelfen. Ein baldiges Ende dieses vor allem in Deutschland umstrittenen Kurses ist nicht Sicht. Ende Oktober will die Notenbank erste Entscheidungen verkünden, wie sie 2018 weitermachen will.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

GroKo konzentriert sich nach Bayern-Debakel auf Hessen-Wahl

GroKo konzentriert sich nach Bayern-Debakel auf Hessen-Wahl

EU-Ratspräsident Tusk: Harter Brexit immer wahrscheinlicher

EU-Ratspräsident Tusk: Harter Brexit immer wahrscheinlicher

Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof beendet - Terrorverdacht

Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof beendet - Terrorverdacht

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL im Test

Google Pixel 3 und Pixel 3 XL im Test

Meistgelesene Artikel

C&A schockiert mit Kinder-Pullover - es hagelt schwere Vorwürfe

C&A schockiert mit Kinder-Pullover - es hagelt schwere Vorwürfe

Rewe bucht bei Kundin acht Milliarden Euro ab - Experte hat düsteren Verdacht

Rewe bucht bei Kundin acht Milliarden Euro ab - Experte hat düsteren Verdacht

Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese stattlichen Bußgelder drohen Autofahrern

Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese stattlichen Bußgelder drohen Autofahrern

Radikale Neuerung bei WhatsApp bestätigt - was bedeutet das für den Datenschutz?

Radikale Neuerung bei WhatsApp bestätigt - was bedeutet das für den Datenschutz?

Kommentare